Die Chrolli-Saga auf DVD [Updates]

Was kann man davon halten, wenn die Handlungslinie einer deutschen Seifenoper international wahrgenommen wird? Wenn Fans die Videos zusammenschneiden, mit englischen Untertiteln versehen und über Jahre fleißig auf Youtube einstellen? Wenn die Darsteller fast zu Symbolen werden und in New York auf Panels eingeladen werden? Wenn amerikanische Blogs die Geschichte emsig mitverfolgen? Da drängt sich eine Bemerkenswert-Vermutung auf. Also schaut man sich das vielleicht einmal an. Doch vor den ungetrübten Genuss hat der Technik-Gott ein paar Hürden gestellt.

Die Geschichte von Christian und Olli aus der ARD-Vorabendserie „Verbotene Liebe“ sieht im DVD-Regal auch gar nicht so schlecht aus.

Leider hat es die ARD verabsäumt, alte Folgen irgendwie zugänglich zu machen. Der Rundfunkstaatsvertrag gestattet gerade einmal, die Sendungen der letzten sieben Tage in der Mediathek anzubieten. Und die Textzusammenfassungen der Episoden sind kein echter Ersatz. Also hinein ins Abenteuer.

Die eigenen „Chrolli“-DVDs

Auf Youtube gibt es ein paar Playlists, die die Geschichte von Christian und Olli präsentieren:

Der ganz besondere Vorteil ist, dass all die anderen Seifenopern-Handlungen weggelassen sind: nix von den Anstettens, von den Brandners und all den anderen Geschichten. Nur die paar Story-Reste, die direkt an den Handlungsstrang von Olli und Christian andocken, sind noch vorhanden. Das ist schön fokussiert und ergibt etwa 60 Stunden Seriengenuss.

So weit so gut. Und unterhaltsam. Youtube hat die unangenehme Eigenschaft, in Bereichen ohne Internetzugang nicht erreichbar zu sein und bei normalem Hausanschluss gelegentlich Aussetzer aufzuweisen. Also: einfach herunterladen und offline schauen. Das Ganze bewegt sich zwar in einer rechtlichen Grauzone, dürfte für den Privatgebrauch aber okay sein.

Bei über 550 Einzelfilmchen kann das Herunterladen aber schon recht nervig werden. Das Firefox-Plugin „BYTubeD“ leistet da gute Dienste [funktioniert nicht mehr; s.u. für andere Wege]. Über Nacht einfach laufen lassen und sich morgens freuen. Der große Vorteil von BYTubeD: Die Dateien landen gleich als MP4-Datei auf der Festplatte, in der bestvorhandenen Qualität. Manche DVD-Player oder Fernseher können solche Dateien direkt abspielen, wenn man sie auf einen USB-Stick packt. Vorher sollte man sie aber sortieren. Also etwas manuelle Arbeit: Jede Datei erhält beim Dateinamen eine Nummer vorangestellt 001, 002, … 158, 159 usw.

Leider muss man damit leben, dass einige Folgen so einfach nicht zu bekommen sind. Die GEMA und andere Rechtebesitzer blockieren etliche Episoden wegen der verwendeten Musik. In einigen Fällen haben die Fans reagiert, neue, rechtlich unbedenkliche Musik drübergelegt und das Video neu hochgeladen. Aber leider nicht bei allen, etwa zwei Dutzend Videos bleiben deutschen Standard-Internetbenutzern leider verwehrt. Da ist beim Organisieren ein wenig Kreativität gefragt. Aber – ohne ins Detail zu gehen – die Saga lässt sich lückenlos herunterladen. Wie gesagt: nur für den Privatgebrauch!

Übrigens sind zwar die Folgen bis Herbst 2010 nur in vergleichsweise niedriger Auflösung (480px breit) vorhanden. Und die Untertitel sind direkt ins Bild gebrannt. Aber so kann man gleich etwas Englisch üben, denn für Hobby-Untertitelungen ist die Qualität akzeptabel bis sehr gut. Ab Ende 2010 steigt die Video-Qualität auf HD720 an, und die Untertitel sind auch nicht mehr im Video fixiert.

Bleibt nur noch das Brennen auf DVD. Es passen jeweils ca. vier Stunden auf eine Scheibe – das ergibt von Ende 2007 bis heute etwa 15 DVDs. Das Brennprogramm Toast (für Mac) wandelt die MP4-Dateien selbstständig um, sodass man sich da um nichts sorgen muss. Es dauert halt nur etwas, bis die Videos jeweils DVD-tauglich konvertiert wurden (Achtung: teilweise in NTSC, aber die meisten DVD-Player kommen damit klar). Die Konvertiererei kann man den Rechner gut über Nacht erledigen lassen.

DVD-Cover für die Geschichte von Christian und OlliNun noch DVD-Cover gebastelt: Mit VLC geeignete Screenshots gemacht und ein paar Stichworte zur jeweiligen DVD notiert … fertig ist die DVD-Kollektion „Christian und Olli“. Man kann sich auch die PDF herunterladen und inspirieren lassen ;-)

Worum geht’s eigentlich?

„Verbotene Liebe“ hat ja immer irgendeine verbotene Liebe zum Thema. Das muss man nicht wörtlich nehmen. Oft geht es darum, eine Beziehung vor anderen aus irgendwelchen Gründen zu verbergen. Oder überhaupt erst einmal eine Beziehung – die aus dramaturgischen Gründen nicht offensichtlich oder automatisch existiert – zu etablieren. Gelegentlich muss dazu eine Figur erst von einer anderen Figur überzeugt werden, die sich in erstere verliebt/verguckt/verknallt hat. Und oft genug gibt es seifenoperntypische Verwicklungen. Achja, „Verbotene Liebe“ gilt als Glamour-Soap, da ein wichtiges Figurenarsenal der adligen von-Lahnstein-Familie entstammt (die die einstige von-Anstetten-Familie abgelöst hat).

Nach einem bewegenden Einstand von Christian, der sich zwischen zwei jungen Frauen (eine davon eine von Lahnstein) entscheiden muss, betritt Oliver (der Neffe von Verbotene-Liebe-Urgestein Charlie Schneider) die Seifenbühne. Ist es wirklich nötig, all die Entwicklungen nachzuerzählen? Jedenfalls verguckt sich Olli in Christian, der nur eine Freundschaft mit Olli entwickelt. Nach einigem Hin und Her (immerhin über ein halbes Jahr) finden sie schließlich zueinander und sind schließlich das Traumpaar, auch wenn sie ihre Beziehung zunächst geheimhalten, wofür es jeweils verschiedene Gründe gibt.

Das tatsächlich Beeindruckende ist, wie natürlich und unspektakulär die Beziehung der beiden gezeichnet ist. Die Chemie zwischen den Darstellern stimmt, laut Interviews sind sie auch im echten Leben gute Freunde. Im Verlauf der Handlung werden einige durchaus respektable Themen mit Niveau und unterhaltsam/dramatisch integriert:

  • Schwulenfeindlichkeit im Profi-Sport und in den Sport-Medien
  • Klischeeverhaftete Vorurteile (die die Figuren anderen unterstellen oder mit denen sie konfrontiert werden)
  • Beziehungssorgen im Alltag
  • Sorge umeinander
  • Schwulenfeindlichkeit der Kirche (leider viel zu kurz)
  • Ehe (bzw. eingetragene Partnerschaft)
  • Adoptionsrecht

Chrolli-Hochzeit – Highlight bei Verbotene LiebeInsgesamt beeindruckt der völlig undramatische Umgang der anderen Figuren mit dem Schwulenpaar. Selbst wiederauftauchende Figuren, die Christian noch als Hetero kannten (Nico, Andi) reagieren völlig unaufgeregt über seinen Sinneswandel. Nur kurzzeitige Figuren, die nicht zum Ensemble gehören, verhalten sich gelegentlich schwulenfeindlich (und haben jeweils auch kaum einen anderen Zweck als dieses Thema zu illustrieren), insbesondere Christians Box-Gegner Axel fällt in diese Kategorie. Für alle anderen haben Christian und Olli einfach eine Beziehung, die sich nicht darum dreht, dass sie schwul sind – sondern sie sind lediglich zwei Menschen, die einander lieben.

Weiterhin fällt angenehm auf, dass nicht alles doppelt und dreifach ausgesprochen werden muss. Oft dürfen auch einfach Bilder (Gesichter, Gesten, Situationen) eine Geschichte erzählen. Da muss keiner sagen „Ich bin darüber traurig.“ Auch das erzählerische Niveau ist gelegentlich überraschend hoch. Als Christian nach dem ersten Kuss von Olli fast verzweifelt mit seiner Noch-Freundin rummacht, benötigt es keine Worte, um seine Verwirrung zu schildern. Oder wenn beide sich verbal die Bälle zuspielen, benötigt es keine erklärenden Worte, um den Status ihrer Beziehung zu bezeichnen. Von hoher Schauspielkunst zu sprechen, wäre übertrieben, aber die Darsteller passen genau zu ihren Rollen, und die Drehbücher meist zu ihren Fähigkeiten. Ebenfalls angenehm sind die zahlreichen Außenaufnahmen, die das Budget zwar verteuern dürften, aber manche Geschichten ästhetisch über Groschenromanniveau hinausheben.

Als Christian nach der Hochzeit ein Ausrutscher mit Jessica passiert (die Inszenierung lässt die Sympathien auf seiner Seite), werden klassische sexuelle Identitäten jenseits von Schwarz/Weiß thematisiert. Solche Entwicklungsphasen werden übrigens gefühlt in Echtzeit präsentiert, ein halbes Jahr zicken sich Christian und Olli bis zur Schmerzgrenze an (im Wissen, dass es gut ausgeht, ist der Rosenkrieg sogar unterhaltsam). Andere Phasen werden seifenoperngemäß ordentlich gerafft, Christians Box-Karriere inkl. NRW-Meister dauert nicht mal ein Jahr. Auch seine Ausbildung zum Pferdewirt gelingt in Windeseile.

Immer wieder gibt es Momente voller Meta-Humor, etwa wenn Christian erklärt „Ich wäre gern ein guter Schauspieler, bin ich aber nicht.“ Oder wenn Christian und Olli sich über die Namen Thore und Jo lustig machen oder die Fan-Betitelung als „Chrolli“ in einem Dialog aufgegriffen wird („Ollian“ wurde diese Ehre allerdings nicht zuteil). Und spätestens beim Thema frühkindliche Musikerziehung streift „Verbotene Liebe“ die Grenze zur Sitcom. Auch gelingt es den Drehbüchern recht unaufdringlich, alte Informationen immer wieder in Dialoge zu integrieren. Ja, es ist nur eine Seifenoper und kein großes Kino, dafür aber gut verträglich.

Die Begeisterung, die „Forbidden Love“ international mit Christian und Olli ausgelöst hat, ist durchaus nachvollziehbar. Nachdem die Beziehung der beiden in ruhigere Fahrwasser geraten ist, kühlt die Begeisterung zwar etwas ab, aber für die ersten vier Jahre war sie sehr berechtigt. Zum einen ist Christian „easy on the eye“ (wie es im Amerikanischen so schön heißt), zum anderen gehen die beiden erfrischend unverkrampft und liebevoll miteinander um. Die beiden hatten über viele Folgen die höchste Kuss/Knutschfrequenz aller TV-Beziehungen – und das ist für die übrige „Verbotene Liebe“-Bevölkerung völlig normal. Da viele Menschen einen Teil ihres Weltbildes anhand des Fernsehprogramms prägen, ist die Geschichte der beiden auch gesellschaftlich eine Bereicherung.

Jedenfalls hat sich der Aufwand mit den DVDs gelohnt – denn Seifenopern gehören auf den Fernseher und nicht auf den Computerschirm.VG Wort Zählpixel

Nachtrag

Ja, es gibt Geräte, mit denen sich Youtube-Inhalte direkt auf dem Fernseher ansehen lassen – ohne Umweg über DVD. Aber die Erfahrung mit den gesperrten Videos zeigt, dass es besser ist, die Videos auch ins eigene Regal stellen zu können … man weiß ja auch nicht, was mit Youtube in einigen Jahren passieren wird. Beispielsweise würde Zwangswerbung zwischen den Videos sehr nervig und weniger tolerabel als im Normal-TV (für mich jedenfalls).

Inhaltlich/dramaturgisch überrascht, wie effizient manche Storylines erzählt werden (andere werden dafür mitunter bis jenseits der Schmerzgrenze zerdehnt, glücklicherweise aber vorwiegend bei solchen, die Christian und Olli kaum tangieren). Viele potenzielle Konflikte werden ruckzuck gelöst und nicht über viele Folgen ausgewalzt – offenbar hat das Drehbuchteam genügend Vertrauen in seine Fähigkeiten, spannende Geschichten zu finden, sodass nicht jede auch gleich auserzählt werden muss. So gibt es zahlreiche Momente, dass eine Figur etwas nicht erfahren darf – insgeheim wittert man schon den Konflikt, aber dann erfährt es diese Figur auch tatsächlich nicht, und das überrascht schon ein wenig. Andererseits entstehen auf diese Weise auch genügend Anknüpfpunkte für spätere ideenarme Zeiten.

Großartig finde ich auch immer wieder die Parallerzählungen von verschiedenen Handlungen, wenn Dialoge einander überlappen oder mit Bildern konterkariert werden (beispielsweise als Jessica und Andi im NoLimits über Ollis und Christians Wiederversöhnungsmöglichkeit sprechen oder als Charlie und Stella mit Olli und Christian die Versuche ihres Liebesabenteuers besprechen). Jaja, nachdem Ollis und Christians Beziehung etabliert ist (man kann auch fast sagen, etwas an Drama und Konflikt verloren hat), gibt es neue homosexuelle Verwicklungen in der „Verbotene Liebe“-Welt (die damit ihren Ruf, homo-freundlich zu sein, sehr gut erfüllt): Christians Cousine Stella (eine Zeitlang in Charlie verliebt und Charlies Verwirrung über ihre eigene Interessenlage), Clara (irgendeine von Lahnstein, die letztlich mit Stella auf Weltreise geht), Rebecca und Marlene (Ex-Frau von Hagen von Lahnstein, der nun mit Marlenes Schwester verheiratet ist, und Beinahe-Frau von Tristan von Lahnstein). Das sind nur die ausführlichsten Story-Linien der vergangenen vier Jahre.

Natürlich klingt es in der Zusammenfassung fast unerträglich nach Seifenoper, in der Umsetzung ist es aber unterhaltsam und wirklich gut (v)erträglich. Es gilt weiterhin: Je mehr solche Themen Normalität werden, desto besser für das Fernsehen und für die Gesellschaft. Denn Homosexuelle sind keine Exoten, und die meisten Klischees treffen nur auf ausgesuchte Vertreter zu – je mehr Leute das erkennen (und sei es nur bei der Betrachtung einer Seifenoper), desto besser.

Nachtrag (März 2013)

Offenbar gibt es inzwischen Probleme mit den o.g. Plugins, und das Herunterladen und Zusammenstellen ist nicht mehr so einfach möglich. Was also vor einigen Monaten noch gut funktioniert hat, ist nunmehr anscheinend arg verkompliziert bzw. kaum noch so reibungslos und einfach möglich. Da sich die ganze Aktion sowieso im rechtlichen Graubereich (mit Neigung zur weißen Seite;-) abspielte, war das leider zu befürchten …

Bleibt also nur, sich die Folgen live bei Youtube anzuschauen, dank der Playlists geht das ja auch recht komfortabel.

Nachtrag (Juni 2013)

Offenbar dreht Thore nun wieder für „Verbotene Liebe“. Ab 2. September gehts dann mit Chrolli weiter …

Nachtrag (September 2013)

Ich bin von dem Story-Bogen enttäuscht und hoffe auf eine baldige Rückkehr mit besserer Geschichte. Oder sie finden ein würdiges Ende für die „Chrolli“-Ära.

Nachtrag (Mai 2014)

Habe mal ein neues Tool ausprobiert (4K Video Downloader). Es funktioniert offenbar sehr gut. Nachteil: Es kostet Geld (Aktionspreis bis Mitte Mai: 7,95€).

Einfach die Playlist aufrufen, die URL in die Zwischenablage legen und im Programm dann „URL einfügen“, das Tool extrahiert eine Liste aller in der Liste enthaltenen Videos und man legt anschließend die Qualität für den Download fest. Dann heißt es nur noch: Warten, manuell umbenennen (die Nummer der Folge dreistellig anm Dateinamenanfang hinzufügen, damit es bei der Guckreihenfolge bzw. Sortierung keine Probleme gibt), und schon kann man sich wieder stundenlang in den Problemen der Verbotenen Liebe verlieren, in dem Fall natürlich vor allem derer von Christian und Olli.

Alexander Florin: Alexander Florinein Kind der 70er • studierter Anglist/Amerikanist und Mediävist (M.A.) • wohnhaft in Berlin • Betreiber dieses Blogs zanjero.de • mehr über Alexanders Schaffen: www.axin.de ||  bei Google+ || auf Twitter folgen

10 Kommentare

  1. Hey,

    ich habe auch sehr großes Interesse an der Story von „Chrolli“, super das du dir die Mühe gemacht hast und DVDs aus „Filmschnippseln“ erstellt hast! Bei manchen Videos merkt man garnicht, dass sie geschnitten wurden sondern könnte denken man sieht einen Spielfilm.

    Wie dem auch sei, ich hätte auch sehr sehr gerne DVDs mit der Geschichte der beiden. Aber leider gibt es „Toast“ nur für MAC und nicht für WINDOWS außerdem hab ich leider grad viel um die Ohren und auch nicht so wirklich die Geduld und Kreativität die gesperrten Videos zu suchen, dass die Story komplett ist.

    Da du dir ja nun schon die Mühe gemacht hast und das „Material“ ja hoffentlich noch komplett auf deinem Rechner ist, wollte ich dich fragen ob du die Videos für mich nochmals auf DVDs brennen könntest? Das wäre echt suuuupi nett! ;-) Könnte dir für deinen Arbeits- und Materialaufwand auch „ein paar Euro“ überweisen da würden wir uns sicher schon einigen. Also was sagst du zu meiner bitte, wäre echt cool wenn du das machen könntest, meld dich einfach.

    lg Marc

  2. Lieber Alex, lieber Marc,

    das hört sich ja nicht schlecht an Marc, dass du Alex bitten möchtest, dass er dir die DVDs schicken soll. Nur leider macht ihr euch beide damit straffällig. Guck mal ins StGB. Da steht alles drin. Wenn du die DVDs haben willst, dann schmeiß deinen Windowsrechner weg und kauf dir einen Mac (gibts schon für 1000 Euro). Und dann kannst du dir die DVDs selbst machen. Ich kann mir vorstellen, dass Alex einige Stunden darein investiert hat und seine anderen Pflichten vernachlässigt hat. Also tut euch einen Gefallen und lasst das DVDs teilen sein.

    viele Grüße
    Sascha

  3. Lieber Sascha,
    danke für deine Bedenken und Hinweise. Aber in Bezug auf den Privatgebrauch gilt die von dir angesprochene Gesetzeshärte nicht, sondern vielmehr eine Duldung (in Anlehnung an die verbliebenen Reste auf das „Recht auf Privatkopie“). Außerdem spreche ich im Beitrag ja bereits von einer rechtlichen Grauzone, in der das Weiterverwenden von Youtube-Videos liegt. Meines Wissens gibt es bislang keine Rechtsprechung, die eine solche untersagt.

  4. EuGH-Urteil im Urheberrecht zum Verbreiten eines Werks

    Der europäische Gerichtshof hat ein Urteil darüber gefällt, ob allein das Aufstellen eines Werkstücks ein urhebrrechtlich relevantes Verbreiten darstellt.
    Der Leitsatz des EuGH-Urteils vom 17.04.2008 (C-456/06) im Urheberrecht bzgl. des Verbreitens eines Werks lautet wie folgt:

    „Richtlinie 2001/29/EG Art. 4 I

    Eine Verbreitung des Originals eines Werks oder eines Vervielfältigungsstücks davon an die Öffentlichkeit auf andere Weise als durch Verkauf im Sinne von Art. 4 I der Richtlinie 2001/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22.5.2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft liegt nur bei einer Übertragung des Eigentums an diesem Gegenstand vor. Folglich stellt weder der bloße Umstand, dass der Öffentlichkeit der Gebrauch von Werkstücken eines urheberrechtlich geschützten Werks ermöglicht wird, noch der Umstand, dass diese Werkstücke öffentlich gezeigt werden, ohne dass die Möglichkeit der Benutzung der Werkstücke eingeräumt wird, eine solche Verbreitungsform dar.“

    Grüße

  5. Leider nicht. Daher auch diese ausführliche Anleitung hier … wobei ich nicht sicher bin, ob die genannten Tools etc. alle noch so korrekt funktionieren. Bei brauchbarer-Internetverbindung kann man sich die Geschichte aber auch schön auf Youtube direkt anschauen.

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