Computer im Kino: Filmverzeichnis

Hier werden alle Filme, die im Lauf der anderen Kapitel erwähnt, genannt, zitiert, seziert oder analysiert werden, vorgestellt. Die Länge der Vorstellung folgt etwa ihrer Relevanz für die Arbeit. Zu jedem Film sind die wichtigsten Daten (u.a. Regie, Drehbuch, Hauptfiguren) angegeben.

Der Beitrag bildet einen Anhang im Buch „Computer im Kino“. (bei amazon.de für 10,90 Euro bestellen)

Die Sortierung folgt dem Alphabet. Da die Zuordnung zu „amerikanischem Kino“ nicht immer dem HerstellungslandEnglischer Regisseur in amerikanischer Produktion: The Birds. Amerikanischer Regisseur in amerikanischer Produktion, gedreht in England: 2001; amerikanische Produktion mit englischem Regisseur in England: Alien. Amerikanischer Regisseur in französischer Produktion: The Trial. folgt, sondern auch durch die Finanzierung oder die Abstammung und kulturelle Zugehörigkeit des „Autors“ eine Zuschreibung zum amerikanischen Kinomarkt angemessen erscheint, gebe ich keine detaillierten Informationen zur Entstehung der Filme. Da die Arbeit auf Narration fokussiert, beschränke ich mich auf Regisseur und Drehbuchautor; Kameramann, Schnittmeister und andere wirken in zahlreichen Filmen stilbildend mit, sind für meine Untersuchungsziele aber von nachrangiger Bedeutung. Die Angaben beziehe ich aus den Filmcredits bzw. von der Internet Movie Database www.imdb.de.Für weitere Informationen hinter die Titelnummer folgendes anfügen (z. B. für Tron www.imdb.com/title/tt0084827/ maindetails):
• „/fullcredits“ – ausführliche Stab- und Besetzungsangaben
• „/trivia“ – „Dies und das“ (Hintergrundinformationen)
• „/business“ – Einspielergebnisse
• „/technical“ – technische Angaben (Bild- und Tonformat)
• „/awards“ – Preise und Nominierungen
• „/releaseinfo“ – Premierendaten.
Nicht bei allen Filmen sind sämtliche Bereiche aussagekräftig.

Muster (Link zum IMDB-Eintrag)

(deutscher Titel, ggf. weiterer Originaltitel) Uraufführung (Film-Nr. bei der Internet Movie Database; Drehbuch: die Zeichen hinter „www.imdb.com/title/tt“ anfügen); DVD-Erscheinungsdatum in Deutschland der verwendeten Edition („TV“ bzw „Kino“ bedeutet, dass ich den Film im Fernsehen bzw. Kino sah)
Regisseur; Drehbuchautor
{Hauptdarsteller 1 (Figurname), Hauptdarsteller 2 (Figurname), usw. mindestens alle von mir erwähnten Figuren

Eine im Umfang der Bedeutung für den Film in der Argumentation entsprechende Zusammenfassung des Filminhalts.

Mitunter gebe ich in einem weiteren Absatz zusätzliche Informationen, die mir zur Vorstellung des Filmes wichtig scheinen.

2001 – A Space Odyssey

(2001 – Odyssee im Weltraum) 1968 (0062622); DVD „Deluxe Collector Set“, 2001
Regie: Stanley Kubrick; Drehbuch: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke
Darsteller: Keir Dullea (Dr. Dave Bowman), Gary Lockwood (Dr. Frank Poole), William Sylvester (Dr. Heywood R. Floyd), Douglas Rain (Stimme HAL 9000)

Der Film folgt nicht dem klassischen Anspruch an eine handlungsgetriebene Erzählung. Er beginnt mit dem Zwischentitel „Dawn of Men“. Eine Horde Affen wird in ihrem Alltag gezeigt, der Umgang miteinander, die Jagd, die Verteilung der Beute. Mit einer anderen Affenhorde entsteht ein Streit um ein Wasserloch. Nachts erscheint ein schwarzer Monolith. Einer der Affen berührt ihn, zertrümmert ein Skelett mithilfe eines Knochens, via Parallelmontage stürzt ein Tier zusammen. Bei einer Eskalation des Streits schlägt dieser Affe mit dem Knochen einen Kontrahenten nieder und schleudert dann den Knochen hoch in die Luft. Schnitt. Statt des fliegenden Knochens ist ein Raumschiff im All zu sehen. Ein offenbar wichtiger Mann wird zu einer Raumstation gebracht, während seiner Ankunft erfahren wir aus einem Dialog mit Russen, dass es einen Zwischenfall auf Clavius gegeben habe. In einer Besprechung, die geheimzuhalten ist, wird berichtet, dass auf dem Mond ein Monolith entdeckt wurde (wie er dem Publikum aus den Affenszenen bekannt ist). Der Beamte fliegt mit anderen zu dem Krater, als sie sich zum Foto vor dem Monolithen postieren, ertönt ein schmerzhafter Ton. Zwischentitel „Mission Jupiter“. Der Alltag an Bord des Raumschiffes „Discovery“ wird via BBC-Interview vorgestellt: Screenshot „2001 – Odyssee im Weltraum“: HALs Auge sieht allesDer Computer „HAL 9000“ ist die Seele des Schiffs, zwei Astronauten sind wach, drei Wissenschaftler im Kälteschlaf. Sie sind auf dem Weg zum Jupiter. HAL meldet den baldigen Ausfall eines Außenmoduls, das daraufhin gewechselt wird. Die Astronauten können jedoch keinen baldigen Ausfall feststellen und beschließen, das Modul wieder einzusetzen und den Ausfall abzuwarten. Sollte HAL eine Fehldiagnose geliefert haben, wollen sie ihn abschalten – dies besprechen sie heimlich, doch HAL kann ihre Lippen lesen. Als der Astronaut Poole das Modul wieder einsetzt, kappt HAL den Luftschlauch. Der Astronaut Bowman eilt mit einer Raumkapsel hinaus, um Poole zu retten. HAL verweigert ihm die Rückkehr ins Raumschiff. Bowman kann über die Luftschleuse in das Raumschiff eindringen und schaltet HAL ab. Dieser spielt eine Videobotschaft ab, die enthüllt, dass der Monolith ein Signal Richtung Jupiter aussendet. Zwischentitel „Jupiter und dahinter die Unendlichkeit“. Dieser Teil entzieht sich weitgehend der Nacherzählung. Bowman reist durch einen Lichtkorridor, flirrende Farb- und Formenwelten. Er landet in einem Zimmer im Stil des 18. Jahrhunderts. Dort sieht er sich selbst altern bzw. altert vor seinen eigenen Augen. Als alter Mann im Bett liegend, steht der Monolith plötzlich am Fußende, und ein Fötus erhebt sich aus dem Bett, der mit einem indifferenten Blick im Schlussbild im Weltall schwebt.

Alien

1979 (0078748); DVD „Jubiläums-Edition: 20 Jahre Alien“, 2000
Regie: Ridley Scott; Drehbuch: Ronald Shusett (Story) und Dan O’Bannon
Darsteller: Tom Skerritt (Dallas), Sigourney Weaver (Ripley),Veronica Cartwright (Lambert), Harry Dean Stanton (Brett), John Hurt (Kane), Ian Holm (Ash)

An Bord des Transporterraumschiffes „Nostromo“ befindet sich die siebenköpfige Besatzung im Kälteschlaf auf dem Rückflug zur Erde. Der Computer „Mother“ weckt die Mannschaft überraschend weit vor Erreichen des Zieles nahe einem Planeten, von dem ein Hilfesignal ausgesendet wird. Eine Expedition untersucht den Planeten, dabei wird Kane von einem außerirdischen Organismus angegriffen, der aus einem Ei springt und sich an seinem Helm festsaugt („Facehugger“). Zurück auf dem Schiff wird Kane unter Quarantäne gestellt, der Organismus fällt von ihm ab. Entlassen aus der Quarantäne, nimmt Kane wieder am Bordalltag teil. Beim ersten gemeinsamen Essen durchbricht ein Organismus seine Brust und entkommt („Chestburster“). Ab diesem Moment laufen drei Dinge parallel, und die Handlung orientiert sich an Horrorfilmkonventionen: Die Mannschaft wird durch den Organismus dezimiert, der Organismus wächst und wird stärker, die Mannschaft versucht, den Organismus zu fangen/zu töten und wird zunehmend panischer. Der Entschluss, das Raumschiff und mit ihm die Kreatur zu sprengen und mit der Notkapsel zu fliehen, wird umgesetzt. Letztlich kann nur das Besatzungsmitglied Ripley in die Notkapsel entkommen, das Raumschiff explodiert. Der Organismus konnte sich jedoch ebenfalls in die Notkapsel retten. Ripley gelingt es, die Tür zu öffnen, sodass das Alien ins All gezogen wird. Sie begibt sich mit ihrem Kater in den Kälteschlaf.

Drei weitere Filme folgten, die jeweils einen sehr eigenen Ansatz verfolgten, einzige Konstante war Ripley. Das Alien und dessen Fähigkeiten wurden im Laufe der Quadrilogie weiter ausdifferenziert und variiert.

Screenshot „Alien“: Der Computerraum der „Nostromo“Stilistisch ist die klaustrophobische Atmosphäre an Bord prägend, die unter anderem dadurch erreicht wird, dass im Gegensatz zu anderen Studiofilmen stets die Decken der Räume und Gänge sichtbar sind und so die Personen in alle vier Bildrichtungen einengen. Das Alien ist kaum zu sehen, es entzieht sich sowohl einer Betrachtung durch das Publikum als auch den Protagonisten. Das Alien wird nicht motiviert oder plausibilisiert, sondern sämtliches Wissen über diese Kreatur entstehen erst im Verlauf des Filmes ohne Wissensvorsprung des Publikums.

American Pie

1999 (0163651); TV
Regie: Paul Weitz, Chris Weitz; Drehbuch: Adam Herz
Darsteller: Ryan Jason Biggs (Jim Levenstein), Chris Klein (Chris „Oz“ Ostreicher), Shannon Elizabeth (Nadia), Thomas Ian Nicholas (Kevin Myers), Alyson Hannigan (Michelle Flaherty), Tara Reid (Victoria „Vicky“ Lathum)

Teenie-Komödie. Die vier sexuell unerfahrenen Freunde schließen den Pakt, bis zum Abschlussball sexuelle Erfahrungen gesammelt zu haben. Der Film begleitet die Versuche der vier.

Annie Hall

(Der Stadtneurotiker) 1977 (0218817); DVD 2003
Regie: Woody Allen; Drehbuch: Woody Allen, Marshall Brickman
Darsteller: Woody Allen (Alvy Singer), Diane Keaton (Annie Hall), Tony Roberts (Rob), Carol Kane (Allison)

Der Komiker Alvy Singer grübelt über seine Beziehungen nach und kreist dabei immer wieder um Annie Hall. Die Finesse liegt in der zeitlichen Flexibilität; bereits die Erwähnung eines Namens kann zu einem Zeitsprung führen. Verfremdende Effekte (Zeichentrick, Splitscreen, Alvy sitzt als Erwachsener in seiner alten Schulklasse, direkte Publikumsansprache) verdeutlichen die Befindlichkeit der Hauptfigur.

Another Gay Movie

2006 (0443431); DVD 2008
Regie: Todd Stephens; Drehbuch: Todd Stephens, Tim Kaltenecker
Darsteller: Michael Carbonaro (Andy Wilson), Jonah Blechman (Nico), Jonathan Chase (Jarod), Mitch Morris (Griff)

Diese Teenie-Komödie verlagert die American Pie-Handlung in ein schwules Milieu und parodiert manche Szenen eins-zu-eins. Vier schwule Oberschüler beschließen, bis zum Ende der Sommerferien ihre sexuelle Unschuld zu verlieren. Der Film ist in einem schwulen Utopia im farbenfrohen Retro-Style angesiedelt; nicht ihr Schwulsein führt zu Konflikten und Komik, sondern ihre Versuche, sexuelle Erfahrungen zu sammeln.

Antitrust

(Startup) 2001 (0218817); DVD 2002
Regie: Peter Howitt; Drehbuch: Howard Franklin
Darsteller: Ryan Phillippe (Milo Hoffman), Rachael Leigh Cook (Lisa Calighan), Claire Forlani (Alice Poulson), Tim Robbins (Gary Winston), Douglas McFerran (Bob Shrot), Yee Jee Tso (Teddy Chin)

Der Hacker Milo und sein Freund Teddy gelten als besondere Talente, die das Interesse des Softwareproduzenten Gary Winston wecken, der daran arbeitet, einen neuen Standard für Multimediaübertragungen zu schaffen („Synapse“). Während Ted und Milo mit zwei Freunden ein Start-up-Unternehmen planen, erhalten sie die Einladung, bei Nurv, Winstons Konzern, zu arbeiten. Milo nimmt als einziger an, Winston wird sein „Tutor“ und etabliert eine enge Beziehung zu dem jungen Programmierer, der helfen soll, Synapse rechtzeitig fertigzustellen. Ted arbeitet an einem ähnlichen Projekt, fällt jedoch einem Anschlag zum Opfer, just nachdem er einen Durchbruch erzielt hat („It’s not in the box, it’s in the band.“). Kurz darauf präsentiert Winston Milo Code, um das stockende Projekt voranzubringen; seine Worte „It’s not in the box, it’s in the band“ lösen einen Erkenntnisschub bei Milo aus. Er bricht in das Gebäude 21 ein, wo er Beweise vermutet, findet jedoch nichts. Im Kindergarten wird er allerdings fündig: Die Computer dort haben Zugriff auf zahlreiche Überwachungskameras in „Hackergaragen“ und enthalten schier endlose Informationen über ihn, seine Kollegen – und seine Freundin. Während Milo erkennt, dass er selbst seiner Freundin nicht mehr vertrauen kann, reift sein Plan: Die Synapse-Satelliten sollen mit ihrer ersten Sendung über Winstons Taten aufklären. Seine Kollegin Lisa soll die Präsentation erstellen, während Milo Synapse zum Funktionieren bringt. Kurz bevor sie das Signal senden können, werden sie von Winstons Handlangern gestellt und in Winstons Haus gebracht. Währenddessen startet Milos Hackerfreund gemeinsam mit Wachdienstchef Shrot die Übertragung von einem lokalen Fernsehsender aus. Während Milo erkennt, dass ihn sowohl seine Freundin Alice (die sich letztlich aber von Winston lossagt) als auch Lisa betrogen haben, beginnt die weltweite Übertragung. Infolgedessen wird Winston verhaftet, und Milo kehrt zu seinen Freunden in die Garage zurück. Der Synapse-Code wurde bei der ersten Sendung mit übertragen, ist jetzt Allgemeingut (Open Source).

Zahlreiche Computerdiskurse durchziehen den Film. Prominent wird die Debatte von Open Source (Allgemeingut) ./. kommerzielle Software erörtert. Zahlreiche kritische Anspielungen auf Microsoft und deren Mitgründer Bill Gates geben dem Film Brisanz. Die Argumente für bzw. gegen Nurv-Software (wobei der Film nie sagt, welche Art Software Nurv eigentlich vertreibt) sind identisch den Anpreisungen bzw. Verfehmdungen von Microsoft Windows. Dass Synapse weniger ein Verkaufsprodukt als vielmehr eine Plattform zum Geldverdienen ist, entspricht dem Umdenken der Software-Branche Ende der 1990er. Der Kampf von Microsoft gegen das überlegene Quicktime-Format von Apple ist nicht direkt Vorlage, aber eine treffende Entsprechung in der Realität. Winstons Mantra „One or Zero – Alive or Dead“ ist ein weiteres Leitmotiv. Screenshot „Antitrust“: Der Film-Vorspann stimmt auf die Code-Ästhetik einBereits die Titelsequenz und die erste Hälfte des Filmes enthalten eine Vielzahl von Anspielungen auf Milos Entdeckungen, funktionieren aber auch in ihrem jeweiligen Kontext; diese Polysemantik von Bildern und Aussagen setzt der Film bewusst ein, ohne falsche Fährten zu legen. Antitrust wurde für einen Award der Political Film Society 2002 in der Kategorie „Democracy“ nominiert.

Back to the Future

(Zurück in die Zukunft) 1985 (0088763); DVD 2002
Regie: Robert Zemeckis; Drehbuch: Robert Zemeckis, Bob Gale
Darsteller: Michael J. Fox (Marty McFly), Christopher Lloyd (Dr. Emmett Brown), Lea Thompson (Lorraine Baines McFly), Crispin Glover (George McFly)

1985 führt Dr. Brown dem Jugendlichen Marty McFly eine von ihm erfundene Zeitmaschine vor. Marty reist nach 1955 und trifft auf seine künftigen Eltern. Seine Mutter verliebt sich in ihn. Mit Dr. Brown bereitet Marty die Rückreise vor, die Energie soll ein Blitz liefern. Zuvor muss Marty seine Eltern dazu bringen, sich ineinander zu verlieben. Die Rückreise gelingt, und alles ist besser als zuvor.

Der Film erhielt zwei Fortsetzungen.

Bicentennial Man

(Der 200-Jahre-Mann) 1999 (0182789); TV
Regie: Chris Columbus; Drehbuch: Isaac Asimov (Short story „The Bicentennial Man“ und Roman „The Positronic Man“), Robert Silverberg (Roman „The Positronic Man“), Nicholas Kazan
Darsteller: Robin Williams (Andrew Martin), Embeth Davidtz (Little Miss Amanda Martin, Portia Charney), Sam Neill („Sir“ Richard Martin), Oliver Platt (Rupert Burns)

Die Familie Martin legt sich einen Hausroboter namens Andrew zu. Dieser entwickelt im Lauf der Zeit künstlerische Züge und beginnt sukzessive den Kampf um ein selbstbestimmtes Leben. Letztlich erlangt er die Anerkennung als Mensch, da er sich in einem letzten Schritt der Veränderung einen Alterungsprozess einbaut und somit sterblich wird.

Birds, The

(Die Vögel) 1963 (0056869); TV
Regie: Alfred Hitchcock; Drehbuch: Daphne Du Maurier (Story), Evan Hunter
Darsteller: Tippi Hedren (Melanie Daniels), Rod Taylor (Mitch Brenner), Jessica Tandy (Lydia Brenner), Suzanne Pleshette (Annie Hayworth)

In einer Zoohandlung in San Francisco lernt der Anwalt Brenner Melanie Daniels kennen. Sie will ihn in seiner Heimatkleinstadt besuchen, dort wird sie von einer Möwe angegriffen. Am nächsten Tag kommt es bei einer Geburtstagsfeier zu einem Angriff von Vögeln. Am Abend dringen ganze Scharen von Vögeln ins Haus der Brenners ein. Die Angriffe der Vögel häufen sich und nehmen an Aggressivität zu. Als Nebenhandlung wird die Beziehung zwischen der Lehrerin Annie, Mitchs ehemaliger Geliebter, Mitchs Mutter und Melanie ausgestaltet. Die Brenners verbarrikadieren sich in ihrem Haus. Die Protagonisten beschließen, das Haus zu verlassen. Die gesamte Landschaft ist voll von wartenden Vögeln. Langsam fahren die vier einem ungewissen Ende entgegen.

The Bourne Identity

(Die Bourne Identität) 2002 (0258463); DVD „Special Edition“ 2005
Regie: Doug Liman; Drehbuch: Tony Gilroy, W. Blake Herron, Robert Ludlum (Buchvorlage)
Darsteller: Matt Damon (Jason Bourne), Franka Potente (Marie Kreutz), Chris Cooper (Conklin), Clive Owen (The Professor)

Ein junger Mann wird aus dem Ozean gefischt. In einer Kapsel, die unter seiner Haut verborgen war, erhält er Informationen für ein Schweizer Bankschließfach. Er kann sich an nichts erinnern, nur seine Reflexe und Fähigkeiten funktionieren. Im Schließfach finden sich zahlreiche Ausweisdokumente, Geld und eine Pistole. Er vermutet, dass er Jason Bourne heißt, und die Studentin Marie soll ihn in ihrem Käfer zu der Adresse in Paris aus seinem Ausweis bringen. Unterdessen hat die CIA entdeckt, dass Jason noch lebt und nun mit Marie unterwegs ist. Killer werden aktiviert, um ihn zu eliminieren. In der Pariser Wohnung werden Jason und Marie angegriffen. Sie fliehen und versuchen nun, nicht mehr aufzufallen. Sie suchen Unterschlupf bei einem von Maries Bekannten auf dem Land, werden dort von dem Killer jedoch aufgespürt. Jason kann diesen töten. Er schickt Marie fort und geht wieder nach Paris, um bei der dortigen CIA-„Filiale“ mehr über sich zu erfahren. Er wird attackiert und erfährt nur Bruchstücke, die CIA ist von seinem Gedächtnisverlust überrascht. Ein Killer tötet Bournes Ex-Chef Conklin, dem – wie aus Zwischenszenen bei der CIA zu erfahren war – die Mission entglitten war. Auch der eigentliche Auftrag Bournes wurde „nebenbei“ aufgeklärt. In einem Anruf erklärt Bourne der CIA, dass Marie tot sei.

The Bourne Supremacy

(Die Bourne Verschwörung) 2004 (0372183); DVD 2005
Regie: Paul Greengrass; Drehbuch: Tony Gilroy, Robert Ludlum (Buchvorlage)
Darsteller: Matt Damon (Jason Bourne), Franka Potente (Marie Kreutz), Brian Cox (Ward Abbott), Julia Stiles (Nicky Parsons), Karl Urban (Kirill), Joan Allen (Pamela Landy)

Bourne hat sich mit Marie nach Indien zurückgezogen, wird dort aber aufgespürt. Ein kleiner Anschlag in Berlin wird ihm in die Schuhe geschoben, denn seine Fingerabdrücke hat der wahre Attentäter dort angebracht. Bei dem Versuch, dem Killer zu entkommen, stirbt Marie, und Bourne reist für die CIA erkennbar nach Europa. In Italien kann er den Beamten entkommen, hat aber ein Mobiltelefon so manipuliert, dass er mithören kann und erfährt, dass ihm ein Anschlag in Berlin angelastet wird. Er fährt nach Berlin, macht in München Stopp, um bei einem anderen Agenten Informationen zu bekommen (erhält aber keine), und bringt diesen um. In Berlin hat die CIA zahlreiche Agenten versammelt, um Bourne zu stellen. Bourne erfährt von seinem ersten Anschlag, dessen Auswirkungen jetzt vertuscht werden sollten und kann der CIA entkommen. Dabei wird klar, dass ein CIA-Agent gemeinsam mit einem Russen dunkle Geschäfte abgewickelt hat. Bourne reist nach Moskau, um die Tochter seiner ersten Opfer zu informieren, dass deren Eltern keinen Selbstmord begangen haben. Bourne kann auch in Moskau seinen Jägern (einem russischen Agenten) entkommen.

The Bourne Ultimatum

(Das Bourne Ultimatum) 2007 (0440963); Kino
Regie: Paul Greengrass; Drehbuch: Tony Gilroy, Scott Z. Burns, George Nolfi, Robert Ludlum (Buchvorlage)
Darsteller: Matt Damon (Jason Bourne), Julia Stiles (Nicky Parsons), David Strathairn (CIA Deputy Director Noah Vosen), Albert Finney (Dr. Hirsch), Joan Allen (Pamela Landy)

Jason Bourne gelingt es nach zahlreichen Zwischenstationen, in New York seine wahre Identität zu erfahren.

Brainstorm

(Projekt Brainstorm) 1983 (0085271); DVD 2006
Regie: Douglas Trumbull; Drehbuch: Robert Stitzel, Philip Frank Messina, Bruce Joel Rubin (Story)
Darsteller: Christopher Walken (Dr. Michael Anthony Brace), Natalie Wood (Karen Brace), Louise Fletcher (Dr. Lillian Reynolds)

Einem Wissenschaftlerteam gelingt es, Gedanken, Emotionen und Erlebnisse aufzuzeichnen und für andere nacherlebbar zu machen. Die herzkranke Dr. Reynolds zeichnet damit ihren Tod auf. Die Erfindung soll an das Militär verkauft werden, während bereits die ersten Sex-Aufnahmen im Team kursieren. Bei dem Versuch, die Todesaufnahme – in abgeschwächter Form – einzusehen, entdeckt Dr. Brace, dass das Militär seine Erfindung für Gehirnwäsche missbrauchen will.

Brazil

1985 (0088846); DVD 2003
Regie: Terry Gilliam; Drehbuch: Terry Gilliam, Tom Stoppard, Charles McKeown
Darsteller: Jonathan Pryce (Sam Lowry), Robert De Niro (Archibald „Harry“ Tuttle), Katherine Helmond (Mrs. Ida Lowry), Ian Holm (Mr. M. Kurtzmann), Michael Palin (Jack Lint), Ian Richardson (Mr. Warrenn), Peter Vaughan (Mr. Helpmann), Kim Greist (Jill Layton), Bob Hoskins (Spoor), Jim Broadbent (Dr. Jaffe), Barbara Hicks (Mrs. Alma Terrain), Charles McKeown (Harvey Lime)

Sam Lowry ist ein kleiner Angestellter im „Ministeriums für Information“ in einer dystopischen Welt. Seine einzige Fluchtmöglichkeit sind Träume. Versehentlich wird statt eines „Terroristen“ ein Familienvater verhaftet. Sam soll diesen Irrtum aufarbeiten, dabei begegnet er der Frau aus seinen Träumen. Infolgedessen stolpert er durch eine chaotischer werdende Welt aus Terrorismus, Bürokratie, Schönheitsoperationen, Technologie, Alpträumen und Folter, an dessen Ende er seinen Verstand verliert (?).

Breach

(Enttarnt) 2007 (0401997); Kino
Regie: Billy Ray; Drehbuch: Adam Mazer, William Rotko, Billy Ray
Darsteller: Chris Cooper (Robert Hanssen), Ryan Phillippe (Eric O’Neill), Laura Linney (Kate Burroughs)

Basierend auf realen Ereignissen. Der ehrgeizige FBI-Agent Eric wird dem bald pensionierten Hanssen zugeordnet, um ihn als Doppelspion zu enttarnen. Er muss das Vertrauen des unsympathischen, achtsamen und manipulativen Hanssen gewinnen, ohne seine Ehe zu gefährden. Es gelingt Eric, Hansson eine bereits abgesagte Datenübergabe doch noch abwickeln zu lassen, bei der dieser gestellt wird.

Citizen Kane

1941 (0033467); s/w; DVD 1999
Regie: Orson Welles; Drehbuch: Herman J. Mankiewiecz, Orson Welles
Darsteller: Orson Welles (Charles Foster Kane), Joseph Cotten (Jedediah Leland), Agnes Moorehead (Mary Kane), Dorothy Comingore (Susan Alexander Kane), Ruth Warrick (Emily Monroe Norton Kane), Ray Collins (James W. Gettys), Erskine Sanford (Herbert Carter), Everett Sloane (Mr. Bernstein)

Der Medientycoon Charles Foster Kane, so zeigt ein Wochenschaubeitrag, ist tot. Sein letztes Wort war „Rosebud“, ein Redakteur soll dieses Wort ergründen. Er spricht mit Personen aus Kanes Leben: Leland (langjähriger Freund), Susan Alexander (zweite Frau), Thatcher (Bankier), Bernstein (Berater). Dabei entsteht ein Kaleidoskop der verschiedenen Blicke auf Kane, die sich nur widerwillig zu einem Ganzen fügen. Die verschachtelte Erzählweise sowie das vom Hörspiel kommende Sound-Design und zahlreiche technische Raffinessen lassenCitizen Kane in zahlreichen Listen als einen der wichtigsten Filme des 20. Jahrhunderts erscheinen.

A Clockwork Orange

(Stanley Kubrick’s Clockwork Orange; Uhrwerk Orange) 1971 (0066921); DVD 2001
Regie: Stanley Kubrick; Drehbuch: Stanley Kubrick, Anthony Burgess (Buchvorlage)
Darsteller: Malcolm McDowell (Alex), Patrick Magee (Mr. Alexander)

Der Jugendliche Alex zieht mit seinen „Droogs“ prügelnd, raubend, vergewaltigend durch eine unbestimmte Zukunft. Nach der Tötung einer Frau wird er eingesperrt. In einem Resozialisierungsprogramm wird er auf „gewaltfrei“ umgepolt, doch ein Überleben ist ihm unmöglich, als er auf seine „Droogs“ und ehemalige Opfer trifft.

Der ästhetizistische (oder hyperrealistische) Film trug Kubrick den Vorwurf der Gewaltverherrlichung ein. Kay Kirchmann argumentiert für ein Verständnis im Modus des „l’art pour l’art“ .

Conversation, The

(Der Dialog) 1974 (0071360); TV
Regie: Francis Ford Coppola; Drehbuch: Francis Ford Coppola
Darsteller: Gene Hackman (Harry Caul)

Der Abhörspezialist Caul soll die Unterhaltung eines Pärchens abhören: „Er würde uns töten, wenn er es wüsste.“ Sonst auf Distanz und Nicht-Einmischung bestehend, verwickelt sich Caul in den Konflikt. Schließlich erkennt er, dass der Satz das Gegenteil seiner Annahme bedeutet: Das Pärchen plante die Tötung seines Auftraggebers. Vom Gedanken besessen, dass er abgehört wird, zerlegt er seine Wohnung.

Dark City

1998 (0118929); Kino
Regie: Alex Proyas; Drehbuch: Alex Proyas, Lem Dobbs, David S. Goyer
Darsteller: Rufus Sewell (John Murdoch), William Hurt (Inspector Frank Bumstead), Jennifer Connelly (Emma Murdoch/Anna), Kiefer Sutherland (Dr. Daniel P. Schreber)

Eine surreale Dystopie. Murdoch erwacht ohne Erinnerung in einem Hotelzimmer und begibt sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Er soll mehrere Morde begangen haben und wird von „den Fremden“ gesucht. Schnell bemerkt er, dass die gesamte Stadt scheinbar unter Kontrolle der Fremden steht.

Dr. Strangelove

Or How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb (Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben) 1964 (0057012); s/w; DVD „40th Anniversary Limited Edition“ 2004
Regie: Stanley Kubrick; Drehbuch: Peter George (Romanvorlage „Red Alert, aka Two Hours to Doom“), Stanley Kubrick, Terry Southern, Peter George
Darsteller: Peter Sellers (Group Cpt. Lionel Mandrake, President Merkin Muffley, Dr. Strangelove), George C. Scott (Gen. „Buck“ Turgidson), Sterling Hayden (Brig. Gen. Jack D. Ripper), Keenan Wynn (Col. „Bat“ Guano), Slim Pickens (Maj. T.J. „King“ Kong), Peter Bull (russ. Botschafter Alexi de Sadesky), Tracy Reed (Miss Scott)

US-Air-Force-General Jack D. Ripper versucht, auf eigene Faust einen Atomkrieg mit der Sowjetunion auszulösen, indem er den ihm unterstellten B-52-Bombern den Angriffsbefehl erteilt. Damit will er eine sowjetische Verschwörung aufzuhalten, die die „wertvollen Körpersäfte“ der Menschen in den USA zu zersetzen versucht.Screenshot „Dr. Seltsam“: Der legendäre War-Room US-Präsident Muffley kontaktiert gegen Stimmen aus dem eigenen Stab die Sowjetführung. Die Sowjets gestehen, dass sie eine „Doomsday Machine“ konstruiert hätten, die einen atomaren Angriff automatisch und unaufhaltsam beantworte, indem sie alles Leben auf der Erde mittels atomaren Fallouts vernichte. Dem britischen Austausch-Offizier Mandrake gelingt es, den Rückrufcode für die Bomber herauszufinden. Alle Flugzeuge werden zurückgerufen oder abgeschossen, doch der Bomber „The Leper Colony“ wird weder abgeschossen noch erreicht ihn wegen des beschädigten Funkgeräts der Rückkehrbefehl. Die Besatzung führt daher den befohlenen Angriff aus. Im US-Hauptquartier werden Pläne geschmiedet, wie man sich im Falle des Endes der Zivilisation helfen könne. Dr. Strangelove schlägt vor, einen kleinen Teil der amerikanischen Nation in Bergwerksstollen unterzubringen – dies wäre vorbereitet und ein Zuchtprogramm ausgearbeitet. Am Ende des Films erhebt sich Dr. Strangelove aus seinem Rollstuhl und ruft: „Mein Führer, ich kann wieder gehen!“ Der Film endet mit einer Sequenz von Atomexplosionen.

Es gibt zwei wichtige Entstehungszweige für diesen Film zu berücksichtigen. Der erste ist der Versuch, den Roman ernsthaft auf die Leinwand zu bringen, Kubrick und seine Koautoren entschieden sich bald für die Präsentation als „Nightmare Comedy“. Der zweite ist Kubricks Idee, den Film als Artefakt über den Untergang der Menschheit zu gestalten, was jedoch früh wieder fallengelassen wurde. Beide bieten Hinweise auf die dokumentarische Nüchternheit, mit der die Ereignisse geschildert werden. Die in sich stimmige Logik der Einrichtungen und Vorkehrungen sowie das Agieren der Männer sind auch heute noch von bestürzender Überzeugungskraft.

Every Thing You Always Wanted to Know About Sex*

But Were Afraid to Ask (Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten) 1972 (0068555); TV
Regie: Woody Allen; Drehbuch: Woody Allen
Darsteller: Woody Allen (Hofnarr, Fabrizio, Victor Shakapopulis, Spermium), Lou Jacobi (Sam Musgrave), Gene Wilder (Dr. Doug Ross), Burt Reynolds (Switchboard)

In sieben Episoden werden einzelne Kapitel des gleichnamigen Ratgeberbuches parodiert: Wirken Aphrodisiaka? („Hofnarrepisode“), Was ist Sodomie? („Gene Wilder liebt ein Schaf“), Warum haben manche Frauen Orgasmusschwierigkeiten? („Französische Episode“), Sind Transvestiten homosexuell? („Vorstadt-Drama“), Was ist Perversion? („TV-Show“), Sind die Ergebnisse der Ärzte und Kliniken, die Sexualforschung betreiben, genau zutreffend? („Horrorfilm-Episode“), Was geschieht bei der Ejakulation? („Science-Fiction-Episode“). Die siebte Episode stellt das Geschehen im männlichen Körper wie in einer Maschine dar. Das Gehirn wird dabei durch ein Labor/Kontrollzentrum präsentiert, wo zahlreiche Figuren einzelne Aspekte des Körpers regeln, auswerten und Anweisungen an Körperteile geben.

Faces of Death

(Gesichter des Todes) 1978, 1981, 1985, 1990, 1005, 1996, 2001
Regie: John Alan Schwartz, John Alan Schwartz
„Dokumentation“

Unter dem Anspruch der Aufklärung, Dokumentation werden Aufnahmen von Todesfällen präsentiert, teilweise thematisch gruppiert. Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Gesichter_des_Todes) weist darauf hin, dass es sich ausschließlich um gestelltes Material handelt.

Fahrenheit 451

1966 (0060390); TV
Regie: François Truffaut; Drehbuch: François Truffaut, Jean-Louis Richard, Helen Scott (add. dialogue), David Rudkin (ungenannt), Ray Bradbury (Buchvorlage)
Darsteller: Oskar Werner (Guy Montag), Julie Christie (Clarisse/Linda Montag)

Dystopie. In einer Zukunft sind Bücher verboten. Der „Feuerwehrmann“ Guy Montag begeistert sich für das Lesen und gerät in Konflikt mit der Obrigkeit.

Fast Track

(Dein Ex – Mein Alptraum) 2006 (0458364); DVD 2007
Regie: Jesse Peretz; Drehbuch: David Guion, Michael Handelman
Darsteller: Zach Braff (Tom), Amanda Peet (Sofia), Jason Bateman (Chip), Charles Grodin (Bob)

Der werdende Vater Tom bekommt in der Werbeagentur seines Schwiegervaters eine Anstellung. Tom verdächtigt seinen rollstuhlfahrenden Kollegen Chip (Ex-Freund seiner Freundin), ihn in Misskredit zu bringen, um die Freundin zurückzugewinnen. Tom isoliert sich zunehmend von allen, die ihn teilweise beginnen zu hassen. Schließlich kann Tom klarstellen, dass Chip ein falsches Spiel trieb – Happy End.

Final Destination

1998 (0195714); DVD 2001
Regie: James Wong; Drehbuch: Glen Morgan, James Wong, Jeffrey Reddick
Darsteller: Devon Sawa (Alex Chance Browning), Kerr Smith (Carter Horton), Ali Larter (Clear Rivers), Tony Todd (William Bludworth), Kristen Cloke (Ms. Valerie Lewton), Seann William Scott (Billy Hitchcock)

Alex’ Klasse will nach Paris fliegen. Kurz vor Abflug hat Alex eine Vision und verlässt das Flugzeug, einige folgen ihm. Das Flugzeug stürzt ab. Die Zurückgebliebenen kommen durch bizarre Unfälle um. Alex entdeckt das Schema vom „Tod“, der sich die verbliebenen holen will. Schließlich gelingt es, die Reihe zu durchbrechen.

Game, The

1997 (0119174); TV
Regie: David Fincher; Drehbuch: John D. Brancato, Michael Ferris
Darsteller: Michael Douglas (Nicholas Van Orton), Sean Penn (Conrad Van Orton), Deborah Kara Unger (Christine), James Rebhorn (Jim Feingold)

Der Geschäftsmann Nicholas van Orton meldet sich für das Spiel der Firma „Consumer Recreation Services (CRS)“, das sukzessive sein Leben aus den Angeln hebt. Er flieht vor CRS und verliert scheinbar alles. Es gelingt ihm, äußerlich ruiniert, innerlich gewachsen wieder nach Hause zu gelangen und schließlich ein Trauma zu überwinden – letztlich war alles nur inszeniert.

Gattaca

1997 (0119177); DVD 1998
Regie: Andrew Niccol; Drehbuch: Andrew Niccol
Darsteller: Ethan Hawke (Vincent Freeman), Uma Thurman (Irene Cassini), Jude Law (Jerome Eugene Morrow), Alan Arkin (Det. Hugo), Gore Vidal (Director Josef), Xander Berkeley (Dr. Lamar)

Dystopie. In der nicht allzu fernen Zukunft sind Gentests zur Bestimmung der Tauglichkeit Alltag (Genoismus). Der motivierte Vincent schließt einen Pakt mit dem verletzten Jerome und kann mit dessen Blutproben im Konzern Gattaca eine Stellung erlangen, die ihm einen Flug ins All ermöglicht. Vincent und Jerome leben zusammen und müssen lernen, miteinander klarzukommen. Vincent verliebt sich in Irene, doch stets droht sein Schwindel aufzufliegen, zumal gerade Morduntersuchungen laufen.

Godfather, The

(Der Pate) 1972 (0068646), 1974 (0071562), 1989 (0099674); DVD „Der Pate Collection“ 2001
Regie: Francis Ford Coppola; Drehbuch: Mario Puzo
Darsteller: Al Pacino (Michael Corleone), Marlon Brando (Vito Corleone alt), Robert de Niro (Vito Corleone jung), Diane Keaton (Kay Adams), Robert Duvall (Tom Hagen)

Trilogie um einen Mafia-Patriarchen. Teil 1 (1972): Sohn Michael übernimmt das Familiengeschäft, dessen Brüder und Vater sterben in Konflikten mit anderen Familien. Teil 2 (1974): Ein Teil beschreibt Vito Corleones Aufstieg vom Einwandererkind zum Paten in New York, der andere die Machtsicherung und familieninternen Probleme von Michael Corleone. Teil 3 (1989): Michael Corleones Bestrebungen, anständig zu werden, scheitern an seiner Vergangenheit. Er ist mächtig, verliert aber alles.

Bemerkenswert ist, dass der Film nicht als Mafiafilm präsentiert ist, sondern als Familiendrama funktioniert. So folgt die Geschäftslogik – besonders auffällig im ersten und dritten Teil – den selben Prinzipien wie das Leben innerhalb der Familie.

Hackers

1995 (0113243); DVD 2006
Regie: Iain Softley; Drehbuch: Rafael Moreu
Darsteller: Jonny Lee Miller (Dade Murphy, „Crash Override“, „Zero Cool“), Angelina Jolie (Kate Libby, „Acid Burn“), Fisher Stevens (Eugene Belford, „The Plague“, Mr. Babbage), Jesse Bradford (Joey), Matthew Lillard (Emmanuel Goldstein, „Cereal Killer“), Renoly Santiago (Ramon, „Phantom Phreak“), Laurence Mason (Paul, „Lord Nikon“)

Der elfjährige Computer-Freak Dade legt mit einem Computervirus zahlreiche Systeme lahm. Laut Urteil darf er bis zu seinem 18. Lebensjahr weder Computer noch Tastentelefon besitzen oder benutzen. Sieben Jahre später (1995) nimmt Dades Mutter einen Job in New York an. Dade schließt noch in der Nacht seines 18. Geburtstages den PC an das Telefonnetz an und hackt sich bei einem Fernsehsender ein. Dabei begegnet er dem Hacker „Acid Burn“. Dade ändert seinen Decknamen in „Crash Override“. Nach seiner Ankunft in New York lernt Dade Ramon kennen, dann Emanuel, Paul sowie den jungen und unerfahrenen Joey. Später erfährt Dade, dass seine Schulkameradin Kate „Acid Burn“ ist. Zunächst können sich Kate und er nicht ausstehen, doch als Joey vom Secret Service verhaftet wird, da er sich in den Großrechner von „Ellingson Mineral“ eingehackt haben soll, rächen sich beide in einem virtuellen Kräftemessen am Secret Service. Dabei merken sie, dass die wahre Gefahr von Eugene Belford ausgeht, der als Sicherheitschef für den Mineralölkonzern arbeitet. Er hat einen Wurm programmiert, der von den Konten dieser Firma 25 Millionen Dollar für ihn ansammelt. Als Joey wieder freigelassen wird, erzählt er, dass er den Wurm in einer Datei namens „Garbage“ auf dem Großrechner der Mineralölfirma gefunden und einen Teil davon auf Diskette kopiert hat.Oft sehen Computeranzeigen im Kino denen in der realen Welt sehr ähnlich, wie hier im Film Hackers Um abzulenken, programmiert Belford einen Computervirus, der die Tanker der „Ellingson-Mineral“-Flotte zum Kentern bringen soll. Er beschuldigt Joey und seine Freunde, diesen Virus implantiert zu haben. Er will mithilfe des FBI die Hacker loswerden, da diese seinen Diebstahl aufdecken könnten. Die Hacker wollen Belford stoppen und holen sich die Hilfe von Razor und Blade, zwei Hackern, die mit ihrer Show „Hack the Planet“ Szenestars sind. Der Plan ist, den Zentralrechner von „Ellingson Mineral“ zu überladen, um den Wurm und den Virus unschädlich zu machen. Von der Grand Central Station aus gehen sie ins Netz, während Razor und Blade für Unterstützung in der ganzen Welt sorgen. Weltweit helfen Hacker, den Virus zu besiegen und den Verdacht von Dade und seinen Freunden abzuwenden. Belford will nach Asien flüchten, wird aber im Flugzeug verhaftet.

Hostel

2005 (0450278); Kino
RegieDrehbuch: Eli Roth, Eli Roth
Darsteller: Jay Hernandez (Paxton), Derek Richardson (Josh)

Zwei amerikanische Rucksacktouristen landen in einem slowakischen Hostel, wo Geschäftsleute ihre Opfer organisieren. Diese werden in einer abgelegenen Fabrik von zahlungskräftigen Kunden nach Belieben (bis zum Tod) gefoltert.

Idle Hands

(Die Killerhand) 1999 (0138510); DVD 2004
Regie: Rodman Flender; Drehbuch: Terri Hughes, Ron Milbauer
Darsteller: Devon Sawa (Anton Tobias), Seth Green (Mick), Elden Henson (Pnub), Jessica Alba (Molly), Vivica A. Fox (Debi Le Cure), Jack Noseworthy (Randy)

Der 17-jährige Anton lebt für das Fernsehen und Kiffen. Seine verschwundenen Eltern findet er überraschend als Leichen. Offenbar hat Antons rechte Hand ein mörderisches Eigenleben entwickelt. Auch Antons beste Freunde Mick und Pnub sterben durch sie, kehren aber als Zombies zurück und stehen Anton bei. Verzweifelt hackt sich Anton das mordlustige Körperteil ab. Doch die Killerhand verfolgt weiter ihre Pläne. Auf der Halloweenparty der Schule bringt sie Antons neue Freundin in ihre Gewalt, um sie mit in die Hölle zu nehmen. Auch die Druidenpriesterin Debi LeCure macht Jagd auf die Hand, unterstützt von Antons Mitschüler Randy. Es gelingt, die Killerhand zu vernichten und Molly zu retten.

Jurassic Park

1993 (0107290); Kino
Regie: Steven Spielberg; Drehbuch: David Koepp, Michael Crichton (auch Buchvorlage)
Darsteller: Sam Neill (Dr. Alan Grant), Laura Dern (Dr. Ellie Sattler), Jeff Goldblum (Dr. Ian Malcolm), Richard Attenborough (John Hammond)

Der Multimillionär Hammond hat aus Fossilien Saurier-DNS rekonstruiert und auf einer Insel einen Park mit verschiedenen Sauriern eingerichtet. Seine Enkel sowie eingeladene Wissenschaftler geraten bei einer Probe-Tour über die Insel in Bedrängnis durch die Saurier. Die Sicherheitsvorkehrungen erweisen sich als wirkungslos.

Es gab zwei Fortsetzungen.

Last Kiss, The

(Der letzte Kuss) 2006; DVD 2006 (0434139)
Regie: Tony Goldwyn; Drehbuch: Paul Haggis, Gabriele Muccino (Drehbuch der Filmvorlage)
Darsteller: Zach Braff (Michael), Jacinda Barrett (Jenna), Rachel Bilson (Kim), Casey Affleck (Chris), Michael Weston (Izzy), Eric Christian Olsen (Kenny), Blythe Danner (Anna), Tom Wilkinson (Stephen)

Das junge Paar Michael (Architekt) und Jenna erwartet Nachwuchs. Auf der Hochzeit von Freunden lernt er Kim kennen. Jennas Eltern trennen sich, Michael geht mit Kim aus und belügt Jenna. Auch Michaels Freunde Chris, Izzy und Kenny haben Probleme mit ihren Beziehungen. Jennas Eltern raufen sich wieder zusammen, und Michael gelingt es, Jennas Zorn zu überstehen.

Lord of the Rings

(Der Herr der Ringe) 2001 – 2003 (0120737, 0167261, 0167260); DVD „Special Extended Edition“ 2002 – 2004
Regie: Peter Jackson; Drehbuch: J.R.R. Tolkien (Romanvorlage), Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson
Darsteller: Elijah Wood (Frodo Baggins), Ian McKellen (Gandalf), Christopher Lee (Saruman), Orlando Bloom (Legolas), Viggo Mortensen (Aragorn), Ian Holm (Bilbo Baggins), Sean Austin (Samweis), Sean Bean (Boromir), Cate Blanchett (Galadriel)

Die Filmtrilogie folgt der Romanvorlage. In der fiktiven Welt Mittelerde zieht der Hobbit Frodo Beutlin aus, den „einen Ring“ zu zerstören, den Sauron benötigt, um seine alte Macht wieder zu erlangen. Die Reise durch Mittelerde führt durch zahlreiche verschiedene Kulturen, die Gruppe um Frodo wird getrennt. Frodo reist gemeinsam mit dem Hobbit Sam und dem langjährigen Ring-Besitzer Gollum weiter, um den Ring dort zu zerstören, wo dieser geschmiedet wurde, während die übrigen einstigen Begleiter von Frodo und Sam ihrerseits unterwegs sind, um König Theoden und der Stadt Minas Thirit gegen Angriffe beizustehen. Letztlich gelingt die Zerstörung des Rings.

Magnolia

1999 (0175880); DVD „Diamond Edition“ 2000
Regie: Paul Thomas Anderson; Drehbuch: Paul Thomas Anderson
Darsteller: Julianne Moore (Linda Partridge), William H. Macy (Donnie Smith), John C. Reilly (Jim Kurring), Tom Cruise (Frank T.J. Mackey), Philip Seymour Hoffman (Phil Parma), Jason Robards (Earl Partridge), Aimee Mann (Songs)

Magnolia erzählt in verschiedenen Episoden die Geschichten mehrerer Menschen an einem Tag im San Fernando Valley. Die Verbindungen ergeben sich dabei erst im Laufe des Films. Höhepunkt und Schlüsselszene ist der Froschregen, der für alle Personen im Moment der Katharsis stattfindet bzw. diese auslöst.

Matrix, The

1999 (0133093); Kino
Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski; Drehbuch: Andy Wachowski, Larry Wachowski
Darsteller: Keanu Reeves (Neo), Laurence Fishburne (Morpheus), Carrie-Anne Moss (Trinity), Hugo Weaving (Agent Smith)

Der Computerspezialist Neo gerät in eine Parallelwelt, in der ihm offenbart wird, dass die von ihm für real gehaltene Welt nur eine Halluzination ist, die dazu dient, dass die Menschen das Gefühl von Leben haben, während gleichzeitig ihre Energie für die „Matrix“ abgezogen wird.

Der Film ist angefüllt mit philosophischen Anspielungen und Zitaten. Besonders eindrucksvoll sind die Special Effects, die Raum und Zeit überwinden, und zum Erfolg des Filmes maßgeblich beitrugen. Es gab zwei Fortsetzungen.

Michael Moore-Dokumentationen

Mit Roger and me (1989 (0098213), über die Schließung einer GM-Fabrik), Bowling for Columbine (2002 (0310793), über Waffen in den USA), Fahrenheit 9/11 (2004 (0361596), über die Anschläge vom 11. September 2001) und Sicko (2007 (0386032), über das US-Gesundheitssystem) erlangte Dokumentarfilmregisseur Michael Moore internationale Bekanntheit und landete finanzielle Erfolg. Seine Dokumentationen verhehlen nicht, dass sie parteiisch sind; die Inszenierung des investigativen Michael Moore als Anprangerer von Missständen ist zu sehr Inszenierung, um noch dokumentarisch sein zu können. Der Vorwurf, Bilder und Szenen für seine Zwecke zu manipulieren, wird von allen politischen Seiten erhoben. Moore-Dokumentation sind weniger sachlich, als vielmehr Pamphlete, denen eine Argumentations- und Überzeugungsstruktur zugrunde liegt.

Mission Impossible

1996 (0117060); DVD 2005
Regie: Brian De Palma; Drehbuch: Bruce Geller (TV series), Steven Zaillian (story), Robert Towne (screenplay), David Koepp (story, screenplay)
Darsteller: Tom Cruise (Ethan Hunt), Jon Voight (Jim Phelps), Emmanuelle Béart (Claire Phelps), Henry Czerny (Eugene Kittridge), Jean Reno (Franz Krieger), Ving Rhames (Luther Stickell), Kristin Scott Thomas (Sarah Davies), Vanessa Redgrave (Max)

Ein Verräter aus den Reihen der CIA ist im Besitz von einer Hälfte der „NOC-Liste“, die die Decknamen sämtlicher verdeckter CIA-Agenten in Osteuropa enthält. Doch er braucht die zweite Hälfte der Liste mit den echten Namen der Agenten. Beim Einsatz, der verhindern soll, dass die Liste komplett wird, kommen alle Agenten außer Ethan Hunt scheinbar um. Als Hunt Kontakt zu CIA-Offizier Kittridge aufnimmt, erfährt er, dass die Aktion nur zur Maulwurfsfindung innerhalb der CIA diente. Der Maulwurf-Verdacht fällt auf den einzigen Überlebenden Hunt, der nun flieht. Am Treffpunkt seiner ehemaligen Einheit trifft er auf seine tot geglaubte Kollegin Claire. Hunt sieht seine einzige Chance, den echten Maulwurf zu entdecken, darin, die Waffenhändlerin Max zu kontaktieren. Ihr bietet er die echte NOC-Liste für zehn Millionen Dollar und den Namen des Verräters an. Mit Claire und den Ex-Agenten Luther und Krieger plant Hunt den Coup. Nach einigen Komplikationen (ein technisches und logistisches Bravourstück) gelingt es Hunt, eine Kopie der Liste zu bekommen. Als im Fernsehen die Verhaftung von Hunts Verwandten übertragen wird, ruft er Kittridge an und lässt durchblicken, dass er in London ist. Hunt trifft anschließend auf den tot geglaubten Jim Phelps, der Kittridge als den Maulwurf bezeichnet. Die Übergabe der Liste an Max soll im TGV nach Paris stattfinden, wo Max die Daten an einen sicheren Ort senden will. Während Luther Max’ Übertragungsversuche stört, und Kittridge mit seinen Männern den Zug durchsucht, überzeugt sich Hunt davon, dass Claire mit ihrem Mann Jim Phelps, dem Maulwurf, gemeinsame Sache macht. Krieger entpuppt sich als Partner des Maulwurfs. Hunt kann jedoch im Showdown im Tunnel unter dem Ärmelkanal Kriegers Helikopter mit seinen beiden Gegnern sprengen. Auch Max wird dingfest gemacht. Hunt und Luther sind rehabilitiert.

Net, The

(Das Netz) 1995 (0113957); DVD 2002
Regie: Irwin Winkler; Drehbuch: John D. Brancato, Michael Ferris
Darsteller: Sandra Bullock (Angela Bennett/Ruth Marx), Jeremy Northam (Jack Devlin), Dennis Miller (Dr. Alan Champion), Gerald Berns (Jeff Gregg)

Die Computerexpertin Angela Bennett lebt isoliert, sie bestellt Pizza über das Internet und hat kaum Kontakt zu den Nachbarn. Die einzige soziale Bezugsperson ist ihre an Alzheimer erkrankte Mutter, die aber aufgrund der Krankheit ihre Tochter nicht wiedererkennen kann. Angela arbeitet bei der Softwarefirma Cathedral von zu Hause aus, sodass sie Ihre Arbeitskollegen nur über das Internet oder Telefon kennt. Sie erhält von einem Kollegen eine mysteriöse Diskette, mit deren Hilfe sie sich auf Internetseiten mit geheimen Informationen wiederfindet. Der Kollege stirbt kurz darauf bei einem Flugzeugabsturz. Angela befindet sich derweil im lang geplanten Urlaub, wo sie beginnt, sich für einen charmanten Mann zu interessieren. Bei einem gespielten Überfall soll ihr die Diskette abgenommen werden. Sie entkommt dem – wie die Zuschauer längst und sie inzwischen auch weiß – Killer von dessen Boot; jedoch ohne ihre Ausweise. Auf der Botschaft kennen die elektronischen Register nur eine Ruth Marx, nicht jedoch Angela Bennett. Als Ruth Marx fährt sie nach Hause, wird dort jedoch mit einem Strafregister konfrontiert, dass Jack Devlin für sie zusammengestellt hat. Niemand kann ihre wahre Identität bezeugen. Sie nimmt wieder Kontakt zu ihrem ehemaligen Psychologen und Geliebten auf. Dieser schenkt ihr Glauben, kann ihr jedoch nicht helfen, denn Jack Devlin hat seine Gesundheitsdaten manipuliert, sodass die Ärzte ihn nach einer Allergieattacke töten. Angela entdeckt, dass das geheimnisvolle Programm ein als Schutzprogramm getarntes Trojanisches Pferd ist, mit dem sich eine Hackergruppe, die sich Prätorianer nennt, Zugang zu wichtigen Computernetzen verschaffen kann. Dieselbe Gruppe ist es, die unerkannt nach und nach wichtige Computernetze angreift, um hinterher ihr „Schutzprogramm“ an die attackierten Firmen und Behörden als angebliche Sicherheitslösung zu verkaufen. Angela schleicht sich in ihre Firma, wo eine Doppelgängerin für sie arbeitet. Es gelingt ihr, digitale Beweise zusammenzutragen und mit diesen zu entkommen. Auf einer Computermesse will sie diese via eMail an das FBI senden, doch Jack Devlin stellt ihr nach. Actionsequenz in der Computermesse, in deren Folge Angelas Doppelgängerin und Devlin umkommen. Das FBI nimmt die Bösewichter fest, und Angela Bennett kann in ihr altes Leben zurückkehren. In der letzten Szene kümmert sie sich um ihre gedächtnisschwache Mutter.

A Nightmare on Elm Street

(Mörderische Träume) 1984 (0087800); TV
Regie: Wes Craven; Drehbuch: Wes Craven
Darsteller: Heather Langenkamp (Nancy Thompson), Robert Englund (Fred Krueger), Johnny Depp (Glen Lantz)

In einer US-Vorstadt haben Jugendliche Albträume, in denen sie sterben; dabei sterben sie auch in der Realität. Verursacht wird dies von dem einst von aufgebrachten Eltern getöteten Freddy Kruger, der die Kinder und Jugendlichen nun heimsucht.

Der suggestive und wirkungsvolle Horrorfilm zog mehrere Fortsetzungen nach sich.

Panic Room

2002 (0258000); TV
Regie: David Fincher; Drehbuch: David Koepp
Darsteller: Jodie Foster (Meg Altman), Kristen Stewart (Sarah Altman), Forest Whitaker (Burnham), Dwight Yoakam (Raoul), Jared Leto (Junior)

Die alleinerziehende Mutter Meg Altman zieht mit ihrer Tochter in ein altes Haus in New York. Als drei Einbrecher etwas aus dem „Panic Room“ (ein besonders geschützter und abgeschirmter Raum) stehlen wollen, flüchten Mutter in Tochter in ebendiesen. Geschützt, aber auch bedrängt und unfähig zur Aktion entspannt sich ein Kampf zwischen der Mutter und den Einbrechern.

Paths of Glory

(Wege zum Ruhm) 1957 (0050825) s/w; DVD 2002
Regie: Stanley Kubrick; Drehbuch: Stanley Kubrick, Calder Willingham, Jim Thompson, Humphrey Cobb (Buchvorlage)
Darsteller: Kirk Douglas (Col. Dax), Ralph Meeker (Cpl. Philippe Paris), George Macready (Gen. Paul Mireau), Adolphe Menjou (Gen. George Broulard)

Während des ersten Weltkriegs befiehlt der ehrgeizige französische General Mireau, einen von Deutschen besetzten Hügel einzunehmen. Col. Dax weist auf die Gefahren hin, sein Angriff scheitert. Mireau fordert die Erschießung der „Feiglinge“ und lässt sich auf drei Soldaten „herunterhandeln“. Col. Dax übernimmt die aussichtslose Verteidigung der drei, die schließlich exekutiert werden.

Pleasantville

1998 (0120789); DVD 2003
Regie: Gary Ross; Drehbuch: Gary Ross
Darsteller: Tobey Maguire (David), Reese Witherspoon (Jennifer), William H. Macy (George Parker), Joan Allen (Betty Parker), Jeff Daniels (Bill Johnson)

Die Geschwister David und Jennifer geraten durch eine „Zauberfernbedienung“ in die Schwarz-Weiß-Welt von Davids Lieblings-Fernsehserie. Coming-of-Age-Dramödie mit satirischen Untertönen in einer zunehmend farbigeren Schwarz-Weiß-Fernsehwelt.

Rainmaker, The

(Der Regenmacher) 1997 (0119978); DVD
Regie: Francis Ford Coppola; Drehbuch: Francis Ford Coppola, John Grisham (Buchvorlage)
Darsteller: Matt Damon (Rudy Baylor), Danny DeVito (Deck Shifflet), Claire Danes (Kelly Riker), Jon Voight (Leo F. Drummond), Mickey Rourke (Bruiser Stone)

John-Grisham-Anwalts-Film. Der angehende Anwalt Baylor soll in seinem ersten Fall einen jungen Leukämie-Patienten gegen die Krankenversicherung vertreten, die Behandlungen verweigerte. Letztlich kann er triumphieren.

Robocop

1987 (0093870); TV
Regie: Paul Verhoeven; Drehbuch: Edward Neumeier, Michael Miner
Darsteller: Peter Weller (Officer Alex J. Murphy/RoboCop), Nancy Allen (Officer Anne Lewis)

Dystopie. Der Firma Omni Consumer Products (OCP) gehört die Stadt Detroit, und um die Kriminalität einzudämmen, wird ein unverwundbarer Polizist geschaffen. Murphy wird von Gangstern getötet, seine „Überreste“ werden von OCP frankensteinähnlich im Robocop zu einer Mischkreatur aus Mensch und Maschine verbunden, die in Old Detroit auf Streife geschickt wird. Er gewinnt Stück für Stück sein Gedächtnis zurück, jagt seine Mörder und rächt sich schließlich an seinem „Schöpfer“.

Dem Film folgten Kino-Fortsetzungen und TV-Serien.

Rosemary’s Baby

1968 (0063522); DVD 2001
Regie: Roman Polanski; Drehbuch: Ira Levin (Roman) Roman Polanski
Darsteller: Mia Farrow (Rosemary Woodhouse), John Cassavetes (Guy Woodhouse), Ruth Gordon (Minnie Castevet), Sidney Blackmer (Roman Castevet)

Das junge Ehepaar Woodhouse erwartet ein Kind. Rosemary wird zunehmend paranoid und verdächtigt ihren Mann, dass dieser mit den Nachbarn das Kind einem satanischen Kult opfern will. Egal an wen sie sich wendet – keine der Personen kann ihr helfen. Bis zur letzten Szene ist unklar, ob Rosemary (die auch der einzige Focalizer ist) psychotisch ist oder ihre Befürchtungen wahr sind.

Runaway Jury

(Das Urteil) 2003 (0313542); DVD 2003
Regie: Gary Fleder; Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien, Rick Cleveland, Matthew Chapman, John Grisham (Buchvorlage)
Darsteller: John Cusack (Nicholas Easter), Gene Hackman (Rankin Fitch), Dustin Hoffman (Wendell Rohr), Rachel Weisz (Marlee)

John-Grisham-Anwalts-Film. In einem Prozess gegen Waffenfabrikanten versucht die Waffenlobby, die Geschworenen zu beeinflussen. Gleichzeitig arbeitet der Geschworene Nick Easter daran, dass ein Urteil in seinem Sinne gefällt wird. Die einzelnen Parteien agieren zunehmend aggressiver gegeneinander.

S1m0ne

2002 (0258153); DVD 2003
Regie: Andrew Niccol; Drehbuch: Andrew Niccol
Darsteller: Al Pacino (Viktor Taransky), Winona Ryder (Nicola Anders), Jay Mohr (Hal Sinclair), Catherine Keener (Elaine Christian), Rachel Roberts (Simone)

Dem ambitionierten, aber erfolglosen Filmregisseur Taransky fällt eine Software zur Erstellung des perfekten Wesens in die Hand. Er fügt „Simone“ nachträglich in seinen letzten Film ein. Der Film wird ein Erfolg, alle sind von Simone begeistert. Taransky muss die Illusion aufrechterhalten, dass es sich bei ihr um eine reale Person handelt, kann ihren zunehmend bedrängenden Ruhm nicht zerstören und arrangiert sich schließlich mit dem selbstgeschaffenen Geist.

Shop Around the Corner, The

(Rendezvous nach Ladenschluss) 1940 (0033 045); s/w, DVD 2005
Regie: Ernst Lubitsch; Drehbuch: Miklós László (Stück „Parfumerie“), Samson Raphaelson, Ben Hecht (ohne Nennung)
Darsteller: Margaret Sullavan (Klara Novak), James Stewart (Alfred Kralik), Frank Morgan (Hugo Matuschek)

Der Film spielt im Budapest der Filmzeit (1940). Alfred Kralik ist erster Verkäufer in Matuscheks Laden, seit kurzem steht er mit einer unbekannten Frau in Briefkontakt, die er über eine Anzeige kennengelernt hat. Klara Novak bekommt bei Matuschek eine Anstellung als Verkäuferin. Kralik und Novak sind häufig verschiedener Meinung und geraten aneinander. An einem Abend hat sich Kralik mit seiner Briefpartnerin verabredet. Auch Novak freut sich auf eine Verabredung mit ihrem Brieffreund (erst in diesem späten Stadium wird klar, dass beide in Briefkontakt stehen). Kralik erkennt Novak als Briefpartnerin, gibt sich jedoch nicht zu erkennen. Matuschek (eine Nebenhandlung im Hintergrund: Er verdächtigte Kralik, ein Verhältnis mit seiner Frau zu haben, und entlässt ihn deshalb; er erfährt, dass jedoch ein anderer Angestellter dieses Verhältnis [von dem er durch einen Brief erfuhr] hat) versucht, sich umzubringen, wird daran vom Ladenboten jedoch gehindert und in ein Krankenhaus gebracht. Reuig ernennt Matuschek Kralik zum Manager. Novak ist erstens vom nicht-erschienenen Briefpartner enttäuscht (und hat sich deshalb krank gemeldet), zweitens ärgerlich auf Kralik und umso erstaunter, als dieser jetzt Manager ist und sie an ihrem Krankenbett besucht. Ein Brief von ihrem Briefpartner lässt sie rasch gesunden, und das Gespräch mit Kralik lässt sie seine guten Seiten erkennen. Das Weihnachtsgeschäft läuft glänzend, Matuschek ist zurückgekehrt, und Novak freut sich auf ein Treffen mit ihrem Brieffreund, von dem sie einen Verlobungsantrag erwartet. Nachdem Kralik sie mit Bemerkungen über ihren Briefpartner irritiert, gibt er sich zu erkennen, und sie fallen sich in die Arme.

Short Circuit

(Nummer 5 lebt!) 1986 (0091949); TV
Regie: John Badham; Drehbuch: Brent Maddock, S.S. Wilson
Darsteller: Ally Sheedy (Stephanie Speck), Steve Guttenberg (Newton Crosby), Fisher Stevens (Ben Jabituya)

Nachdem der Militärroboter S-A-I-N-T Nummer 5 von einem Blitz getroffen wurde, beginnt er zu leben und zu fühlen und verliebt sich in die Tierfreundin Stephanie. Seinen Verfolgern gelingt es nicht, ihn einzufangen, also beschließen sie, Nummer 5 zu zerstören. Dem Roboter gelingt es zu überleben, indem er aus diversen Teilen eine Imitation von sich selbst baut, die zerstört wird.

Es folgte eine Fortsetzung.

Silent Running

(Lautlos im Weltraum) 1972 (0067756); DVD 2002
Regie: Douglas Trumbull; Drehbuch: Deric Washburn, Michael Cimino, Steven Bochco
Darsteller: Bruce Dern (Freeman Lowell)

In Raumschiffen soll wie in einer Arche Noah die irdische Natur erhalten werden. Astronaut Lowell kümmert sich hingebungsvoll mit den drei Robotern um die Natur; seine drei Kollegen freuen sich auf die Heimreise, als das Projekt abgebrochen wird. Lowell tötet versehentlich einen, sprengt zwei andere mit einer Biotopkapsel ab und reist mit dem verbleibenden Raumschiff durchs All. Den Robotern bringt er alles bei, damit diese selbstständig die Natur pflegen können. Als er in die Reichweite des Schwesterschiffes kommt, schickt er die letzte verbleibende Biotopkuppel mit einem Roboter in den Weltraum und sprengt das Raumschiff.

Sixth Sense, The

1999 (0167404); TV
Regie: M. Night Shyamalan; Drehbuch: M. Night Shyamalan
Darsteller: Bruce Willis (Dr. Malcolm Crowe), Haley Joel Osment (Cole Sear), Toni Collette (Lynn Sear), Olivia Williams (Anna Crowe)

Der Kinderpsychologe Crowe wird zuhause von einem ehemaligen Patienten beschossen. Ein Jahr später betreut Crowe den verwirrten Jungen Cole, dem er schließlich sein Geheimnis entlocken kann: „Ich sehe tote Menschen.“ Parallel dazu wird das Verhältnis zu seiner Frau schlechter. Crowe rät Cole, den Toten zuzuhören und ihnen zu helfen, anstatt Angst zu haben. Schließlich – das ist der Clou des Films – entdeckt Crowe, dass auch er nur von Cole gesehen werden kann und tot ist.

Sleepless in Seattle

(Schlaflos in Seattle) 1993 (0108160); TV
Regie: Nora Ephron; Drehbuch: Jeff Arch (Story), Nora Ephron, David S. Ward, Jeff Arch
Darsteller: Tom Hanks (Sam Baldwin), Meg Ryan (Annie Reed), Bill Pullman (Walter), Rosie O’Donnell (Becky), Ross Malinger (Jonah Baldwin)

Der Architekt Sam (in Seattle) hat seine wahre Liebe durch den Tod seiner Frau verloren. Annie (in Baltimore) hat ihre noch nicht gefunden. An einem Weihnachtsabend hört Annie einen Jungen im Radio, der erzählt, wie sehr er seine Mutter vermisst und wie sehr sein Vater unter dem Verlust seiner Frau leidet. Sam wird ans Telefon gebeten, und Annie findet ihn sofort sympathisch. Obwohl Annie kurz vor der Hochzeit mit Walter steht, fliegt sie nach Seattle, sagt Sam jedoch nicht, wer sie ist; per Brief hatte sie ihn zu einem Blind Date auf dem Empire State Building eingeladen. Sams Sohn fliegt nach New York City, wo Annie und ihr Verlobter sich aufhalten. Er wartet dort auf der Aussichtsplattform des Empire State Building auf die Frau. Sein Vater kommt ihm nach und trifft Annie auf der Aussichtsplattform.

Star Trek

(Raumschiff Enterprise); TV-Serie 1966 – 1969, TV-Serie „Next Generation“ 1987 – 1994 sowie weitere Serienableger; seit 1979 bislang zehn Kinofilme
Regie: created by Gene Roddenberry}{William Shatner (Kpt. Kirk), Leonard Nimoy (Mr. Spock), Patrick Stewart (Kpt. Picard), Brent Spiner (Data)

Star Trek beschreibt eine utopische Zukunft, in der die Menschheit enorme technische Fortschritte erzielt hat. Erzählt werden die Geschichten von Offizieren und Reisenden auf Raumschiffen und -stationen der militärischen und wissenschaftlichen Sternenflotte. Von Bedeutung ist die Fähigkeit, mit Überlichtgeschwindigkeit das Weltall zu bereisen. Auch sind soziale Ungleichheit, Rassismus, Intoleranz, Armut und Krieg überwunden. Kapitalismus und Geldfunktion existieren ebenfalls nicht mehr. Die Menschheit verfolgt das Prinzip der friedlichen Koexistenz mit anderen Lebensformen und schloss sich mit einer Vielzahl weiterer Spezies zur Vereinigten Föderation der Planeten zusammen. Die friedliche Erforschung fremder Welten und Zivilisationen gilt als Leitmotiv. (nach http://de.wikipedia.org/wiki/Star_trek)

Star Wars

1977–2005; „Episode IV–VI“ (nach neuer Zählung) als „Special Edition“ auf DVD (2004), „Episode I – III“ als TV-Ausstrahlung
Regie: George Lucas (1977, 1999, 2002, 2005); Drehbuch: George Lucas
Darsteller: Mark Hamill (Luke Skywalker), Harrison Ford (Han Solo), Carrie Fisher (Prinzessin Leia)

„In einer Galaxie weit weit entfernt …“ Als Weltraummärchen bezeichnet, erschuf George Lucas mit der Star-Wars-Saga einen sechsteiligen Mythos über Coming-of-Age und Helden-Werdung (1977), Initiationsriten (1979), Familienrestituierung (1983), Verantwortungsübernahme (1999), Politik und Coming-of-Age again (2002) sowie Kampf (2005). Der Science-Fiction-Look betont das Fiction und nicht die Science, die fremdartigen Kulturen dienen ebenso wie die „technische“ Ausstattung nur als Kulisse für anfangs ein Märchen, das sich an der klassischen, universalen Heldensage orientiert, später ein überbordendes politisches Epos.

Starship Troopers

1997 (0120201); US-DVD 1998
Regie: Paul Verhoeven; Drehbuch: Edward Neumeier, Robert A. Heinlein (Buchvorlage)
Darsteller: Casper Van Dien (Johnny Rico), Dina Meyer (Dizzy Flores), Denise Richards (Carmen Ibanez), Jake Busey (Private Ace Levy), Neil Patrick Harris (Colonel Carl Jenkins), Patrick Muldoon (Zander Barcalow), Michael Ironside (Lieutenant Jean Rasczak)

In der Zukunft ziehen junge Soldaten aus, die Angriffe der Arachnoiden auf die Erde zu verhindern. Zuvor wird die Ausbildung der Soldaten am Beispiel von Johnny Rico ausführlich gezeigt, der auch als Haupt-Focalizer dient.

Vordergründig ein Actionfilm, sorgen zahlreiche satirische Elemente wie Werbefilme oder Referenzen auf Riefenstahl-Ästhetik für eine Ambivalenz der Kriegsdarstellung.

Strange Days

1995 (0114558); Kino
Regie: Kathryn Bigelow; Drehbuch: James Cameron, Jay Cocks
Darsteller: Ralph Fiennes (Lenny Nero), Angela Bassett (Lornette „Mace“ Mason), Juliette Lewis (Faith Justin), Tom Sizemore (Max Peltier)

Eine neue Technologie ermöglicht die Aufzeichnung der Emotionen und Erlebnisse. Nero ist Händler für solche illegalen Geräte und Filme. Zufällig gelangt er an einen Clip, der die Ermordung eines populären Sängers durch Polizisten dokumentiert. Seine Ex-Freundin Faith, sein angeblicher Freund Max und seine Gefährtin Mace treiben die Entwicklung der Story voran. Im Trubel der Milleniumsfeier kulminiert das Spektakel.

Terminator, The

1984 (0088247); TV
Regie: James Cameron; Drehbuch: Harlan Ellison, James Cameron, Gale Anne Hurd
Darsteller: Arnold Schwarzenegger (The Terminator), Michael Biehn (Kyle Reese), Linda Hamilton (Sarah Connor)

In der Zukunft wollen Maschinen die Menschen vernichten. Ein Cyborg wird nach 1984 zurückgeschickt, um die Geburt des künftigen Rebellenführers zu verhindern. Die Frau, nach der er sucht, ist noch nicht schwanger und kann die Verfolgung durch den Cyborg nicht einordnen. Ebenso ist ihr der Mann suspekt, den die Rebellen schickten, um den Auftrag des Terminators zu vereiteln. Dieser kann sie vor den Angriffen beschützen, er kommt im Kampf mit dem Terminator wie dieser um, konnte allerdings zuvor das Vertrauen der Frau gewinnen und sie schwängern.

Terminator 2: Judgment Day

(Tag der Abrechnung) 1991 (0103064)
Regie: James Cameron; Drehbuch: James Cameron, William Wisher Jr.
Darsteller: Arnold Schwarzenegger (Terminator), Linda Hamilton (Sarah Connor), Edward Furlong (John Connor), Robert Patrick (T-1000)

Der T800 wird umprogrammiert und in die Vergangenheit geschickt, um Sarahs Sohn zu beschützen, während das neue Modell T1000 diesen zu töten versucht.

Thank You for Smoking

2005 (0427944); DVD 2007
Regie: Jason Reitman; Drehbuch: Jason Reitman, Christopher Buckley (Buchvorlage)
Darsteller: Aaron Eckhart (Nick Naylor), Maria Bello (Polly Bailey), William H. Macy (Senator Ortolan Finistirre), Robert Duvall (Captain), Adam Brody (Jack), Katie Holmes (Heather Holloway), Rob Lowe (Jeff Megall)

Satire. PR-Mann Naylor spielt im Auftrag der Tabakindustrie die Wirkungen des Tabakkonsums herunter. Um den Absatz zu fördern, spricht er u.a. mit Hollywoodagent Megall, stolpert aber über einen Enthüllungsbericht der Journalistin Holloway. Er wird gekidnappt und mit Nikotinpflastern nahezu getötet, kann aber noch vor dem Kongressausschuss aussagen.

Trial, The

(Der Prozess, Le Procès) 1962 (0057427); s/w; DVD 2007
Regie: Orson Welles; Drehbuch: Franz Kafka (Buchvorlage), Orson Welles
Darsteller: Anthony Perkins (Josef K.), Romy Schneider (Leni), Jeanne Moreau (Marika Burstner), Orson Welles (Albert Hastler, der Anwalt)

Gefühlte Eins-zu-eins-Umsetzung des Kafka-Romans. Josef K. wird verhaftet und versucht, den Grund für seine Verhaftung in Erfahrung zu bringen und die Verhaftung abzuwenden. Wie die dem Film vorangestellte Exposition klarstellt, folgen Roman und Film der Logik des Traumes – des Albtraumes.

Tron

1982 (0084827); DVD „Deluxe Edition“ 2002
Regie: Steven Lisberger; Drehbuch: Steven Lisberger, Bonnie MacBird
Darsteller: Jeff Bridges (Kevin Flynn, Clu), Bruce Boxleitner (Alan Bradley, Tron), David Warner (Ed Dillinger, Sark, Voice of MCP), Barnard Hughes (Dr. Walter Gibbs, Dumont), Cindy Morgan (Lora, Yori)

Der Hacker Flynn versucht, in das Encom-Computersystem einzubrechen, um Beweise zu finden, dass der jetzige Chef Dillinger seine Computerspiele als eigene ausgegeben und ihn somit bestohlen hat. Dillinger erfährt vom Master Control Program (MCP), dass Flynn einzubrechen versucht und dass das MCP weitere Macht an sich reißen will. Währenddessen wird in einem anderen Bereich des Encom-Komplexes eine Orange via Laser digitalisiert und dann neu zusammengesetzt. Lora will Flynn vor Dillingers Verdacht warnen und erfährt zusammen mit ihrem Freund Alan von Flynns wahren Beweggründen. Sie unterstützen Flynn, in das Gebäude zu gelangen. Am Terminal wird Flynn vom MCP erkannt und via Laser digitalisiert. Bis auf die letzten Bilder spielt der Rest des Films in der digitalen Welt. (ab 0:30). Flynn soll sich auf dem Spieleraster bewähren und bricht mit den zwei Mitspielern Ram und Tron (Alans Programm, das das MCP überwachen und kontrollieren könnte) aus dem Spieleraster aus. Tron benötigt Daten von Alan, die er am Input-Output-Tower auf seine Identitätsdisk bekommt. Die drei werden getrennt, Ram kommt um, und Tron begegnet Yori auf dem Weg zum IO-Tower. Dort wacht Dumont über die Kommunikation mit den Usern und lässt Tron passieren. Sark, der Handlanger des MCP, nimmt (aus Angst vor der Strafe des MCP) die Verfolgung auf und setzt Dumont gefangen.Screenshot „Tron“: Energie kann immer umgeleitet werden Tron und Yori entkommen auf einem Solarsegler, Flynn gelangt ebenfalls auf den Solarsegler. Alle drei segeln zum Zentrum des Systems, zum MCP. Dort gelingt es Tron, Sark zu töten, Flynn lenkt das MCP mit einem Sprung in dessen Zentrum ab, Tron kann die Disk (wie er von Alan aufgetragen bekam) in das Zentrum schleudern, das MCP bricht zusammen, und die Computerwelt ist wieder frei. Im Epilog wird Flynn zum Encom-Chef.

Tron, wie in dargestellt, setzt mehr auf die Präsentation als die Story. In technischer und ästhetischer Hinsicht ist der Film ein Solitär und Meilenstein für Computereffekte auf der Leinwand. Die 15 Minuten leinwandfüllende Computergrafiken waren revolutionär. Als Ausgangspunkt stand für Drehbuchautor und Regisseur Lisberger die Präsentation, aus der sich die Story entwickelt.

Truman Show

1998 (0120382); DVD 2000
Regie: Peter Weir; Drehbuch: Andrew Niccol
Darsteller: Jim Carrey (Truman Burbank), Laura Linney (Meryl Burbank, Hannah Gill), Noah Emmerich (Marlon), Natascha McElhone (Lauren, Sylvia), Ed Harris (Christof), Paul Giamatti (Control Room Director), Adam Tomei (Control Room Director)

Der Versicherungsvertreter Truman Burbank ist, ohne davon zu wissen, die Hauptfigur einer Live-Fernsehserie. Christof, der Produzent der Serie, hat dazu das Küstenstädtchen Seahaven bauen lassen. Finanziert wird die Truman Show, die 24 Stunden täglich live übertragen wird, hauptsächlich durch Product Placement. Nach über 29 Jahren (am Tag 10.909) wird Truman misstrauisch, als ein Scheinwerfer aus dem Himmel fällt und neben ihm auf den Boden knallt. Verschiedene Missgeschicke verstärken sein Misstrauen. So erkennt er seinen bei einem Bootsunfall umgekommenen Vater in einem Obdachlosen wieder. In Rückblenden erfährt das Publikum über den Anfang der Serie und von anderen Zwischenfällen. So wird auch Sylvia vorgestellt; Truman hat sich in seinem letzten Schuljahr in sie verliebt, sie reiste aber nach Fidschi (eigentlich wollte sie Truman die Wahrheit über seine Existenz sagen, als ihr „Vater“ sie findet und mit ihr nach Fidschi reist). Truman erkennt zunehmend, dass mit seiner Welt etwas nicht stimmt, und versucht, die Hintergründe zu erkennen und schließlich auszubrechen. Nach einem Eklat mit seiner Ehefrau übernachtet er im Keller, aus dem er unbemerkt flieht. Eine großangelegte Suchaktion durchkämmt die Stadt. Truman segelt derweil auf den Horizont zu. Christof will ihn mit einem Sturm aufhalten, doch Truman gibt nicht auf. Schließlich erreicht er die Grenze seiner Welt und tritt nach einem Dialog mit Christof durch einen Notausgang ab.

Untraceable

2008 (0880578)
Regie: Gregory Hoblit; Drehbuch: Robert Fyvolent, Mark Brinker, Allison Burnett
Darsteller: Diane Lane (Agent Jennifer Marsh), Billy Burke (Detective Eric Box), Colin Hanks (Agent Griffin Dowd), Joseph Cross (Owen Reilly), Mary Beth Hurt (Stella Marsh)

Die alleinerziehende Mutter und FBI-Agentin Marsh stößt auf die Internetseite killwithme.com, wo via Live-Streaming einer Katze beim Verhungern zugeschaut werden kann. Nach der Katze ist auch Menschen beim Sterben zuzuschauen. Der Tod beschleunigt sich mit zunehmender Besucherzahl. Schließlich soll auch Marsh eines der Opfer werden, kann den Killer jedoch töten.

War of the Worlds, The

(Kampf der Welten) 1953 (0046534); TV
Regie: Byron Haskin; Drehbuch: Barré Lyndon, H.G. Wells (Buchvorlage)
Darsteller: Gene Barry (Dr. Clayton Forrester), Ann Robinson (Sylvia Van Buren)

Marsianer greifen die Erde an – und sterben schließlich an irdischen Bakterien.

Wargames

(War Games – Kriegsspiele) 1983 (0086567); DVD 2006
Regie: John Badham; Drehbuch: Lawrence Lasker, Walter F. Parkes, Walon Green (uncredited)
Darsteller: Matthew Broderick (David Lightman), Ally Sheedy (Jennifer Mack), Dabney Coleman (Dr. McKittrick), John Wood (Dr. Stephen Falken), Barry Corbin (General Beringer)

Nach dem Scheitern einer Übung werden die menschlichen Kontrolleure in den Missile-Ständen gegen ein zentral computergesteuertes System ausgetauscht. Der Highschool-Schüler David landet beim Versuch, sich bei einer Computerspielfirma einzuloggen, versehentlich bei einem Militärrechner, der strategische Spiele anbietet. Seinen Irrtum nicht erkennend, versucht David, ein Spiel zu starten und liest sich von den Spieltiteln ausgehend in die Materie ein, bis er Dr. Stephen Falken als Schöpfer erkennt und das Passwort errät. David startet das Spiel „Global Thermonuclear War“ und löst so einen Fehlalarm auf höchster Ebene aus. Das FBI verhört ihn, dabei erkennt David, dass der Computer („WOPR“ bzw. „Joshua“ nach dem Sohn von Dr. Falken) das Spiel weiterspielt. David entkommt und macht den vermeintlich toten Dr. Falken ausfindig. Dieser hat sich aus Resignation zurückgezogen und erwartet den dritten Weltkrieg.Screenshot „Wargames“: Der Super-Computer WOPR Unterdessen läuft die Zeit davon, denn Joshua löst einen umfassenden Angriff auf Russland aus. Im NORAD-Kontrollzentrum ist der Unterschied zwischen der Realität und dem Spiel nicht zu erkennen; man geht von dem von Joshua angezeigten Angriff der Russen aus und bereitet sich auf den umfassenden Rückschlag vor. Es gelingt David und seiner Freundin Jennifer, Falken zu motivieren, mit in das NORAD-Zentrum zu kommen und Joshua aufzuhalten. Die Generäle misstrauen den Anzeigen noch nicht, der Nuklearschlag steht unmittelbar bevor. David gelingt es, Joshua Tic Tac Toe gegen sich selbst spielen zu lassen. Nach zahlreichen Partien berechnet Joshua die Auswirkungen von Nuklearkriegen in verschiedenen Konstellationen. Mit dem Satz „A strange game. The only winning move is not to play“ bricht Joshua den Angriff ab.

Weird Science

(L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn) 1985 (0090305)
RegieDrehbuch: John Hughes
Darsteller: Anthony Michael Hall (Gary Wallace), Kelly LeBrock (Lisa), Bill Paxton (Chet Donnelly), Ilan Mitchell-Smith (Wyatt Donnelly)

Die schüchternen Teenager Gary und Wyatt erschaffen sich eine Traumfrau per Computer. Das Experiment funktioniert, und sie erschaffen L.I.S.A. Dank ihrer übernatürlichen Kräfte verschafft sie den beiden einen Sportwagen und coole Partys. Nebenbei stärkt Lisa ihr Selbstbewusstsein. Dadurch werden endlich auch die Mädchen auf die beiden Teenager aufmerksam.

When Harry Met Sally

(Harry und Sally) 1989 (0098635)
Regie: Rob Reiner; Drehbuch: Nora Ephron
Darsteller: Meg Ryan (Sally), Billy Crystal (Harry), Carrie Fisher (Marie), Bruno Kirby (Jess)

Harry und Sally lernen sich 1977 bei einer gemeinsamen Fahrt nach New York kennen. In den nächsten zehn Jahren treffen sich beide immer wieder zufällig. 1987 leben beide in New York. Jetzt deckt die Filmhandlung die Zeit zwischen Herbst 1987 und dem Jahreswechsel 1988/89 ab, in der aus der platonischen Freundschaft allmählich Liebe wird. Parallel zur Liebesgeschichte mit Harry und Sally entwickelt sich eine Beziehung zwischen ihren Freunden Jess und Marie.

You’ve Got Mail

(eM@il für Dich) 1998 (0128853); DVD
Regie: Nora Ephron; Drehbuch: Miklós László (play „Parfumerie“), Nora Ephron, Delia Ephron
Darsteller: Tom Hanks (Joe Fox), Meg Ryan (Kathleen Kelly), Greg Kinnear (Frank Navasky), Parker Posey (Patricia Eden), Jean Stapleton (Birdie Conrad), Steve Zahn (George Pappas)

Die Betreiberin des Buchladens „Around the Corner“, Kathleen Kelly, hat einen ihr unbekannten eMail-Partner, mit dem sie in regem Austausch steht. Währenddessen baut in ihrer Gegend der Discountbetreiber Joe Fox eine Filiale seines „Fox Superstores“. Bei einem Spaziergang gerät Joe mit zwei Kindern in Kates Geschäft, beide sind sich sympathisch, er sagt seinen Namen jedoch nicht. Bei einem Dinner begegnet sie Fox wieder, der ihr nun – da sie seinen Namen kennt – unsympathisch ist. Der neue Discounter stürzt Kate in die wirtschaftliche Krise. Sie mobilisiert eine Kampagne gegen die „unpersönlichen Discounter“, muss ihr Geschäft aber schließen. Immer wieder unterhält sie sich mit ihrem eMail-Partner allgemein über ihre Sorgen und beschließt, ihn zu treffen. Dabei stellt sich für Joe Fox heraus, dass er und Kate die Mail-Schreiber sind, das gibt er jedoch nicht zu erkennen, sondern hält den Doppelkontakt (real als Unternehmer Joe Fox und via eMail als unbekannter Freund) aufrecht. Es gelingt ihm, Kates Vertrauen in der realen Welt zu gewinnen, und schließlich gibt er sich ihr als eMail-Partner zu erkennen – Happy End.


Überblick über „Computer im Kino“:
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
3. Computer als Objekt
4. Computer als Setting
5. Computer als Subjekt
6. Fazit
Anhang: Glossar
Anhang: Filmverzeichnis
Anhang: Literaturverzeichnis(PDF)VG Wort Zählpixel

Alexander Florin: Alexander Florinein Kind der 70er • studierter Anglist/Amerikanist und Mediävist (M.A.) • wohnhaft in Berlin • Betreiber dieses Blogs zanjero.de • mehr über Alexanders Schaffen: www.axin.de ||  bei Google+ || auf Twitter folgen